James Adams

Beschreibung:

James ist ein stattlicher und sportlicher Charakter. Vor dem Zusammenbruch war ein ein einfacher Mann mit einfachen Zielen und Idealen. Dadurch war seine Berufswahl auch recht simpel. War ein Bankangestellter der aber eine immense Vorliebe für die Natur hatte.

Gleichsam war es ihm stets wichtig sich gesund zu halten. Eine Ausgewogene Ernährung und dazu ein entsprechendes Fitnessprogramm was den Körper stählte. Seine freien Tage oder Stunden  verbrachte er dabei gern mit seinem Hund, Maxwell. So war es keine Seltenheit das er sich viel an der frischen Luft bewegte. James war zu diesem Zeitpunkt Single.

 

Der Tag des Zusammenbruchs:

Es ist der 24.04.2025. In der Nacht zum 25.04. wurde die Welt von einer heftigen Sonneneruption getroffen. Das daraufhin folgende Ungleichgewicht der magnetischen Pole sorgte für einen verheerenden Sturm der über die gesamte Erde fegte. Binnen Stunden war die Welt zu einem riesigen Eisball geworden.

Die Menschen, welche unvorbereitet von dieser Katastrophe getroffen wurden gerieten in Panik. Es folgten Plünderungen, Mord und Totschlag standen an der Tagesordnung. Die Welt versank, aller Orts, im Chaos. Zu diesem Zeitpunkt hielt sich James Adams in der Kanadischen Bergregion auf. Er war auf Wanderschaft als der Zusammenbruch die Welt erschütterte. Alles was er bei sich hatte war seine Wanderausrüstung, einige Vorräte, eine Karte, eine Smartwatch, ein Smartphone.

Er erwachte am Morgen des 25.04.2025 als die Welt sich vollständig verändert hatte…

 

25.04.2025: Nach dem Zusammenbruch

Es ist sehr früh am Morgen. Die Sonne ist kaum aufgegangen. Ich bin auf gewacht als ein heftiger Schneesturm anfing das Land zu peitschen. In sehr kurzer Zeit hat es mehrere Zentimeter Neuschnee gegeben. Es war soviel das mein Zelt dem nicht standhalten konnte. Dann dazu der Wind. Als der Zelt anfing unter der Last des Schnees aber auch unter dem Druck des Windes nach zu geben habe ich gepackt was ich konnte und bin raus. Kurz darauf hatte der Wind das Zelt davon gefegt. Nun stehe ich hier auf weiter Flur, mitten im Nirgendwo. Es ist verdammt kalt. Ich vermute das wir etwa -20 Grad haben dürften. Gefühlt ist es wie unter -30 °C. Ich muss aus dem Sturm raus. In der Nähe meines Lagers gab es eine kleine Hütte. Der dort lebende Holzfäller hatte mir angeboten die Nacht bei Ihm zu verbringen als ich hier durchkam aber ich wollte lieber im freien Schlafen. Jetzt wünschte ich mir ich hätte das Angebot angenommen. Zumindest wird es in der Hütte wärme sein als hier draußen.

 

Auf meinem Weg zu der Hütte bin ich auf einen Tierkadaver gestoßen. Offensichtlich wurde das arme Tier Opfer eines Raubtiers. Wahrscheinlich ein Wolf so wie die Wunden aussehen. Aber es könnte hier auch Bären geben. Aber ob ein Bär wirklich einen Hirsch reißen würde bezweifle ich allerdings.

Kadaver eines Hirsches beim Bauernhof der Bennetts.

Ich bin auf die Hütte gestoßen. Wiederum muss ich zugeben das ich dies hier anders in Erinnerung hatte. Es war ein Bauernhof an dem ich vorbei gekommen war. Oder bin ich auf der falschen Seite des Berges nach unten gegangen?

Leider weis ich es nicht mehr sicher. Durch den Sturm sieht alles so gleich aus. Es gibt kaum noch Orientierungspunkte oder andere Möglichkeiten sich zurecht zu finden. Es ist einfach nur noch Schneeweiß. Und wenn es nicht das ist dann sind es Bäume oder Felsen. Was ist hier nur passiert?

Der Bauernhof versinkt auch förmlich im Schnee. Ich kann nur hoffen das sich jemand im Haus aufhält. Zumindest werde ich es gleich wissen.

Entgegen all meiner Hoffnungen befindet sich niemand im Haus. Aber an der Tür gibt es ein Namensschild: Die Bennetts. Scheinbar sind aber alle ausgeflogen. Also bleibt mir nur mich weiter um zu sehen.

Unter einem kleinem Verschlag wurde ein Pickup abgestellt. Die Türen waren zum Glück offen. Auf dem Amaturenbrett lag ein Schlüssel. Ich würde vermuten das ich damit in das Haus kommen könnte. Aber ich sollte sicher gehen das wirklich niemand zu Hause ist.

Mit dem Schlüssel bin ich wieder zum Haus gegangen und habe einige Minuten gegen die Tür gehämmert und gerufen. Wiederum habe ich das Gefühl das mich etwas beobachtet. Es ist immer noch Dunkel hier draußen aber ich kann mir Partout nicht helfen. Ich werde beobachtet, denke ich mir. Auch mein Rufen hat im Haus keinerlei Regung gegeben. Entweder ist jemand drinnen und meldet sich nicht oder aber das Haus ist wirklich verlassen. Mir wird langsam echt kalt hier draußen. Ich sollte wohl hinein gehen und sehen was mich erwartet.

Im Haus ist es auch keinen Deut heller als draußen. Das Licht scheint nicht zu funktionieren. Bei dem Wetter sicherlich nichts verwunderliches. Am Haus habe ich, beim Umsehen, gesehen das es einen Gastank hat. Vielleicht sind die Leitungen defekt durch den Sturm. Wenigstens gibt es einen Ofen. Das Feuer brennt und es wird langsam warm. Es ist alle mal besser als draußen in der Kälte zu stehen und dort zu frieren. Ich konnte zwar noch nicht das Haus erkunden aber es scheint tatsächlich leer zu sein. Vielleicht gab es eine Unwetterwarnung und sie sind alle zu einer Zentralen Sammelstelle geflohen als der Sturm noch nicht über das Land gefegt ist.

Das wäre nichts ungewöhnliches. Wenn ich doch nur nochmal auf mein Handy geschaut hätte. Vielleicht wäre das nicht passiert. Aber Apropos Handy. Vielleicht hat mein Smartphone noch Empfang.

Nachdem ich nun einige Minuten damit verbracht habe irgendjemand zu erreichen muss ich nun kapitulieren. Es funktioniert nichts was ein Funknetz oder eine andere Art der Datenübertragung benötigt. Vielleicht ist der Sturm schuld daran das aktuelle alle Verbindungen unterbrochen sind. Möglicherweise funktioniert es später wieder. Zumindest wäre es eine gute Option um auf dem laufenden zu bleiben, wenn es wieder funktioniert.

Nachdem ich mich etwas umgesehen habe kann ich mir sicher sein das sich hier definitiv niemand aufhält. Alle Räume sind leer. Der Kühlschrank steht leicht offen so als wäre man auf der Flucht gewesen und hätte nur das aller nötigste mit sich genommen. In der Abstellkammer gleich hinter der Küche fand ich noch einige Vorräte. Eigentlich ist es Diebstahl wenn ich das Zeugs mitnehmen aber ein Blick in meinen Rucksack hat mir sofort klar gemacht das ich ohne weitere Vorräte nicht weit kommen werde. So habe ich einige Konserven an mich genommen und im Ausgleich dafür werde ich wohl eine Nachricht hinterlassen und meine Handynummer damit sie mich erreichen können.

Je mehr ich darüber nachdenke um so weniger glaubwürdig erscheint es mir. Schließlich ist niemand hier aber wiederum kann ich mich nicht einfach bedienen. Ich werde es dennoch tun. Zumindest bewahre ich mir so meinen Anstand. Allerdings sollte ich mich auch gleich auf den Weg machen. An einer kleinen Landkarte habe ich eine Siedlung gesehen. Milton. Dort sollte ich mal hingehen. Vielleicht sind die Menschen dort? Zumindest wäre es ein guter Anlaufpunkt für weitere Nachforschungen. Hier muss doch irgendwo eine Menschenseele sein.

Die Siedlung ist da. Wie auf der Karte verzeichnet. Die Straßen dorthin sind kaum auszumachen. Es liegt verdammt viel Schnee. Aber während des Sturmes muss noch jemand hindurch gekommen sein. Die Fahrbahn ist ausgefahren und nicht vollständig mit Schnee bedeckt. Allerdings ist Milton verlassen. Zumindest scheint es so. Ich bin in die Stadt gekommen und es war nichts. Oder besser gesagt niemand. Nirgends auch nur eine Menschenseele. Ich habe gerufen und mich schon in einigen Häusern umgesehen aber ergebnislos. Mir scheint das ich hier allein bin. Um die Situation genauer unter die Lupe zu nehmen will ich versuchen mehr Informationen zu bekommen. Es gibt hier eine Bank und ein Postamt. Außerdem kann ich versuchen mit meinem Smartphone Empfang zu finden. Vielleicht geht das Handynetz wieder. Außerdem könnte es gut sein das ich ein Radio finde was tatsächlich noch funktioniert. Oder ein Funkgerät wäre auch nicht verkehrt. Es gibt viele Möglichkeiten… Aber noch keine Antworten.

 

Ich habe mich noch einige Stunden in Milton umgesehen. Jedes Haus das ich betreten konnte war wie der Bauernhof. Verlassen und zwar auf die gleiche Art und Weise. Fluchtartig.

Ich weis nicht was ich davon halten soll. Weder mein Handy noch meine Smartwatch haben irgendeine Art von Empfang oder Signal. Nichts funktioniert. Aber die Nacht bricht langsam über Milton herein. Und mit jeder Sekunde die vergeht und mit jedem Augenblick mit dem die Nacht näher rückt fühle ich mich wieder beobachtet. Es liegt wahrscheinlich an der Dunkelheit an sich. Da hat man gleich das Gefühl das die Nacht mehr Augen hat als überhaupt möglich. Aber ich befürchte nach wie vor das es hier Raubtiere geben wird. Am Rand der Siedlung habe ich erneut einen gerissenen Hirsch entdeckt. Der Kadaver war noch frisch, ja aber die Kälte hatte schon Ihren Tribut gefordert. Aber die Bisswunden sahen dennoch frisch aus. Vielleicht fühle ich mich deshalb beobachtet. Weil hier ein Raubtier herum schleicht.

Ich werde jetzt wieder in meine geliehene Behausung zurückkehren. Hoffentlich treffe ich bald mal auf einen Menschen mit dem ich reden kann. Der mir vielleicht sagen kann was hier vor sich geht oder noch besser der mich hier weg bringen kann.

 

26.04.2025: Der Tag nach dem Zusammenbruch

Nach einer guten Nacht voll Schlaf fühlt man sich doch gleich etwas besser. Die Sonne geht langsam am Horizont auf. Ich habe nach dem Aufstehen einen kurzen Blick vor die Tür riskiert. Es ist verdammt kalt draußen. Auch wenn ich einiges anhabe. Dennoch sollte man dieser Kälte mit absolutem Respekt begegnen. Zumindest bin ich, bis jetzt, gut mit Vorräten eingedeckt. Ich konnte einiges aus den Häusern bergen. Je mehr ich darüber nachdenke wie der Zustand dieser ganzen Siedlung ist desto weniger denke ich das hier jemals eine Menschenseele zurück kommen wird. Der Ort wirkt einen Tag später noch viel trostloser als es den Anschein hat. Nach wie vor fange ich keine Signale auf. Es gibt kein Funkgerät weit und breit. Wenn ich wenigstens ein Flugzeug sehen oder hören würde. Alles nichts. Nur die Krähen die ihre Kreise ziehen. Wahrscheinlich warten Sie nur darauf das ich einen Fehler mache und zu Ihrem nächsten Happen werde…

Doch… da muss ich Sie enttäuschen. Ich habe nicht vor hier an diesem trostlosen Ort allein zu krepieren. Nein. Ich werde hier wegkommen. Ich weis zwar noch nicht wie ich das anstellen werde aber ich bin mir verdammt sicher das mir schon etwas einfallen wird. Aufgeben ist einfach keine Option für mich.

Doch genug der Schwafelei. Jetzt wird es Zeit für ein ordentliches Frühstück. Und dann werde ich mich entsprechend auf den Weg machen. Es gibt wahrscheinlich noch einiges zu sehen in Milton. Und ich kann nicht wissen worauf ich stoße wenn ich nicht weiter suche. Vielleicht finde ich auch die Bewohner. Möglicherweise sind sie auch dem Sturm zum Opfer gefallen. Wir werden sehen,

Ich hatte recht mit dem Raubtier. Klar. Die Spuren waren auch stets zugegen und recht eindeutig. Hier im Dorf treibt sich ein Wolf herum. Allerdings scheint es sich um ein Jungtier zu handeln. Er ist recht scheu und wenn ich ihn sehe dann rennt er sofort weg. Man könnte sagen gut für mich da ich so nicht Gefahr laufe von ihm angefallen zu werden. Doch ich denke das ändert sich jäh wenn er keine Beute mehr finden sollte. Wie es aussieht werde ich mir wohl einen Plan zurecht legen müssen wie ich dem Wildtier begegnen will. Ich will dieses majestätische Tier auch nicht verletzen. Das wäre das aller letzte was ich möchte. Ich hoffe er lässt mir eine andere Wahl als ich weh zu tun. Ansonsten muss ich mir etwas einfallen lassen.

Jedenfalls bin ich wieder in die Bank von Milton gegangen. Diesmal ist es etwas Heller als beim letzten mal und ich hoffe dort dennoch etwas zu finden das mir weiter hilft.

Die Bank habe ich nun vollständig durchsucht. Aber nichts. Es scheint so als wären die Leute innerhalb von wenigen Stunden gekommen und hätten geholt was da war. Die Automaten wurden mit einem handgeschriebenen Zettel überklebt: „Kein Geld mehr.“ Als werden Sie wohl auch die Läden innerhalb von Stunden leer gemacht haben. Aber weil ich gerade an Läden denke… Es gibt in Milton nicht einen Laden. Eine Bank und eine Post, ja. Das würde bedeuten das ich einen wichtigen Ort noch nicht gefunden habe. Was es aber auf jeden Fall geben müsste wäre eine Tankstelle. Diese habe ich bis jetzt noch nicht gesehen. Hier muss irgendwo eine sein… aber wo?

Indessen bin ich schon wieder auf das Jungtier gestoßen. Aber ich habe die Befürchtung das sich zu dem Jungtier noch ein Erwachsenes Tier gesellt hat. Ich bin mir nicht ganz sicher aber sollte auf der Hut sein.

Die beiden Wölfe schleichen immer noch draußen herum. Ich kann Sie immer wieder hören. Aber sie versuchen noch nicht in das Haus zu kommen. Unvorstellbar wie viele Ihnen zum Opfer gefallen sein könnten aus Ermangelung an Nahrung. Zumindest kann ich mich aktuell hier drinnen sicher fühlen. Aber die Sicherheit ist auch trügerisch. Es könnte immer wieder zu einem Schneesturm kommen. Immer wieder könnte es von neuem beginnen.

Auch wenn mein Vorratsschrank gut gefüllt ist so werden auch diese Vorräte sich dem Ende neigen. Also muss ich meine Position genau überdenken. Ich muss mir im klaren sein was ich tun muss noch bevor es soweit ist. Jagen wäre eine Option. Möglicherweise lässt sich etwas aus den Pelzen machen. Meine Kleidung kann ich eine Zeit lang flicken. Aber irgendwann ist es nur noch ein Flickwerk.

Viele Gedanken schwirren mir durch den Kopf und ich bin mir nicht sicher was die richtige Lösung sein könnte. Es gibt viel zu viel was ich berücksichtigen muss. Im Moment würde ich gute Gesellschaft und einen edlen Tropfen bevorzugen statt die Kälte und die Einsamkeit.

 

27.04.2025: Den Ort erkunden

Der Morgen dämmert langsam. Draußen geht wieder ein entsprechender Wind. Es ist wie die tiefste Winterzeit die man sich nur vorstellen kann. Nur das es im Frühling geschieht. Meine Versuche Kontakt mit anderen aufzunehmen sind bis lang jäh gescheitert. Ich habe weder Empfang mit dem Smartphone noch bekomme ich an irgendeinem Radio einen Sender rein. Das ist merkwürdig sollten doch noch die Notfallprogramme laufen. Selbst oder gerade bei einer Katastrophe. Aber nichts. Es ist generell still.

Mein Smartphone hat jetzt noch 75%. Ich frage mich ob ich einen Ort oder ein Haus finde an dem ich dieses Laden kann. In jedem Haus in dem ich war habe ich stets nach Karten ausschau gehalten. Aber selten fand ich eine Karte die mir mehr als nur Milton gezeigt hat. Und wenn es eine gab dann eine Weltkarte. Leider nützt die mir aktuell herzlich wenig. Die Smartwatch habe ich ausgemacht und in meinen Rucksack gepackt. Es ist mir ein liebes Erinnerungsstück an meine Eltern. Ich hoffe es geht Ihnen gut. Das wäre meine einzigste Sorge. Zumindest für den Augenblick.

Ich war an der Tankstelle. Sie liegt etwas abseits im Ostteil des Gebietes. Sie war verschlossen. Offensichtlich sind die oder der Eigentümer freiwillig aufgebrochen. Es gab diverse Schilder. Unter anderem das die Geldautomaten leer sind. Die Vorräte wurden von Tag zu Tag teurer. Am Ende hat der Liter Milch sechs Dollar gekostet. Die Lieferzeit wurde mit 3-4 Wochen angegeben. Die Zapfsäulen müssen auch alle leer gewesen sein. Soviel dazu.

Allerdings werde ich mich gleich noch weiter in der Umgebung der Tankstelle umschauen. Vielleicht finde ich noch etwas interessantes.

Die Umgebung hielt durchaus einiges bereit. Unter anderem einen malerischen Ausblick auf das Tal hinter Milton. Außerdem bin ich über das Stadtschild gestolpert. Aber nicht nur das. Die Umgebung der Tankstelle hielt auch einiges „nicht erfreuliches“ bereit. Zumindest weis ich das hier bis vor kurzem Leute gewohnt haben. An einem Forstbereich habe ich eine Leiche gefunden.  Er lag dort im Schnee… Tiefgefroren durch die Kälte. Der Anblick war zum einen grausam und zum anderen zutiefst erschreckend. Das hätte ich selbst sein können. Wenn ich nicht rechtzeitig aufgewacht wäre hätte ich auch dort oder anders wo im Schnee liegen können. Diese Erkenntnis trifft mich schwer hatte ich doch gehofft das ich auf jemand lebendes treffen könnte. Stattdessen ist der allgegenwärtig. Ich weis nicht ob ich Milton als „Tote Stadt“ oder „Geisterstadt“ bezeichnen kann oder will. Was auch immer… Je länger ich darüber nachdenke desto mehr glaube ich das es hier bald enden wird. Wie auch immer das aussehen mag.

Auf dem Weg zurück vom Picknickplatz brach ein Sturm über das Gebiet herein. Die Böen waren so stark das ich es schwer hatte dagegen anzukommen. Obgleich ich einen schwer beladenen Rucksack bei mir hatte musste ich schwer gegen den Wind ankämpfen. Jedoch hatte mich diese Expedition nicht weiter gebracht. Im Gegenteil. Sie warf sehr viel mehr Fragen auf als Sie beantworten konnte. Obgleich ich gesehen hatte woher ich gekommen war, nun wo der Sturm vorbei war, entzieht es sich mir wohin ich gehen sollte. Nach wie vor gibt es kein Signal. Ich konnte nichts aufschnappen. Auch sehen die Masten nicht sonderlich gut aus. Sicherlich hatten die Bewohner von Milton schon oft damit zu kämpfen. Ohne Frage dürften Sie recht Sturmerprobt sein aber…

Ich weis nicht weiter.

 

28.04.2025: Ratlos

Die Nacht war zwar erholsam aber ich habe mich mehr herumgewälzt als die Nächte davor. Sicher hatte ich schon den einen oder anderen Gedanken – was wäre wenn. Allerdings war es bis dahin nicht real. Jedoch wird es langsam real. Das Gebiet um die Tankstelle herum ist eine Sackgasse. Der Sturm vom Vortag hatte mich zurück in meinen Unterschlupf gezwungen. Nun sitze ich hier auf meinem geborgten Bett und sinniere darüber was ich tun soll. Jeder Haus war leer. Es gibt keine verwertbaren Signale nichts. Einen Toten habe ich auch gefunden. Er erlag der Kälte. Ich könnte der nächste sein. Egal wie ich es drehe und wende ich komme nicht vorwärts. Es ist geradewegs so als würde ich stets auf der Stelle treten. Übersehe ich etwas oder ist es wirklich vergebens?

Werde ich je dieser Höllen entfliehen können?

Milton wirkt, wenn man es recht bedenkt, wie ein Friedhof. Scheinbar kommt hier keiner mehr lebend weg.

 

29.04.2025: Durchhalten

Nachdem ich einen Tag in der Behausung verbracht habe und mir Gedanken über alles gemacht habe bin ich zu einem Entschluss gekommen. Zumindest für den Moment. Ich werde die Umgebung weiter erkunden. Es bringt nichts wenn ich mich damit befasse was sein könnte oder was wäre wenn. Ich könnte Stunden oder Tage damit verbringen über alle Möglichkeiten nach zu denken. Und doch würde es mich nie einen Schritt voran bringen. Daher muss ich weiter machen.

Ich habe schon meinen Rucksack gepackt und bin bereit ein ganzes Stück zu laufen.

Nach dem ich nach draußen getreten bin habe ich mich dazu entschlossen hinter dem Haus entlang zu gehen. Ich bin dabei einem Weg in die Berge gefolgt. Allerdings führte mich diese Passage nur wieder in einem Bogen zum Waldgebiet. Nun. Zumindest habe ich einige gute Dinge gefunden.

In der Nacht muss es wieder gestürmt haben. Es lagen viele Äste und kleinere Stämme auf dem Boden. So leidet die Natur unter sich selbst. Zumindest könnte man das so sehen. Aber sie wird sich sicher selbst wieder erholen. Nur ist die Frage ob ich das mit erleben werde.

Nach dem ich mich also etwas in der der Tankstelle aufgewärmt habe gehe ich weiter. In Richtung Osten. Etwas abseits des Bauernhofes. Dort wo ich gelagert hatte als mich der Sturm überraschte. Zumindest will ich sehen ob es noch etwas von Belang gibt.

Ich habe die Gegend um mich herum kartographiert. Auch wenn ich darin nicht sonderlich gut sein mag so hilft es mir dennoch mich zurecht zu finden. Zumindest bin ich noch nicht verloren gegangen… Wenn man so will.

Nach einiger Zeit des Laufens kam ich an den gefrorenen Fluss und habe einige Wildtiere am Waldesrand erblicken können. Ich glaube es waren zwei Rehe. Vielleicht auch Hirsche. Das krächzen der Krähen war allerdings nicht zu überhören. Sie kreisten um einen Kadaver. Einige Wölfe scheinen sich hier satt gefressen zu haben. Gleich in der Nähe habe ich ein weiteren Punkt gefunden um nach unten zu klettern. Aber ich bin mir nicht sicher das ich es tun sollte. Zumindest noch nicht. Die Gegend zu erkunden dürfte das naheliegendste  und sinnvollste sein was ich im Moment tun kann. Also werde ich mich wieder auf den Weg machen. Zumindest ist der Bauch gut gefüllt und mir ist warm. Das ist im Moment alles was wirklich wichtig scheint.

So bin ich nun den Hügel nahe dem kleinen Waldstück hinauf gestiegen und habe mir die Aussicht gefallen lassen. Der Weg führte mich weiter bis ich eine kleine Entdeckung gemacht habe.
Trotz des harschen Klimas und der Veränderung des Wetters gedeiht die Natur noch. Ein kleiner Birkenholzschössling kämpft gegen die Naturgewalt an und scheint sich zu behaupten. Der Weg wurde etwas schmaler und scheint eher eine Art Pfade zu sein. Nun zumindest nicht erkennbar unter all dem Schnee. Nach einer kleinen Wanderschaft stand ich schließlich auf einem kleinen Felsen über dem Bauernhof. Die Aussicht war gigantisch. Im Sommer sicherlich ein Anblick für sich. Vom Herbst in all seinen Facetten ganz zu schweigen. Als ich mich also satt gesehen hatte bin ich weiter gegangen und jäh wurde der Weg durch einen Felsen blockiert. Ich kam zwar hinüber vermute aber mal das der Stein noch nicht lang hier liegt.

Als ich dem Pfad bis zum Ende gefolgt bin sah ich das Silo des Bauernhofes. Auch wenn ich mir verdammt sicher bin das ich in den Feldern oder kleinen Hügeln einen Wolf gesehen habe. War aber vielleicht nur ein Hase. Dennoch werde ich vorsichtig vorgehen. Im Bauernhaus werde ich nächtigen. Sehen was es noch zu holen gibt und dann am nächsten morgen wieder verschwinden.

Glücklicherweise habe ich hinter dem Bauernhaus noch ein Lager mit Holz entdeckt. Ich werde es zur Sicherheit hier lassen. Außerdem waren dort noch ein gut gefüllter Werkzeugkasten und auch ein Kanister mit Bezin. Er ist war nicht sonderlich voll aber es sollte dennoch ausreichen.

Nach dem ich ins Haus gegangen war machte ich es mir gemütlich. Das Feuer im Kamin des Schlafzimmers knisterte vor sich hin während ich den Hasen, welche ich am Hügel erwischt hatte zerlegte. Das Fleisch duftete köstlich als es über dem Feuer hing. Ich habe noch einige Möbel für Altholz zerlegt und habe, während der Kamin immer noch knisterte mich hingelegt. Das Feuer wärmte den Raum gut und es gab eine schöne Kulisse ab während ich einschlief.

 

30.04.2025: Weiter geht’s

 

Ich bin aufgewacht und der Raum wurde immer noch von der wärme meines Kaminfeuers durchdrungen. Auch wenn das Feuer schon seid einigen Stunden aus war. Offensichtlich verstand man sein Handwerk als das Haus gebaut wurde. Ich stand vom Bett auf und etwas Lich fiel durch die Fenster. Ein kleiner Imbiss noch und ich bin bereit für meine weiteren Wege.

Wohin es mich jetzt führt weis ich noch nicht. Aber ich denke es gibt noch einiges zu finden. Zunächst aber muss ich mein Hab und Gut verstauen. Das heißt also zuerst zum Lager zurück und dann geht es weiter.

Ich habe das Haus verlassen und bin dann in Richtung Nordosten gelaufen. Und dann habe ich Gewissheit erlangt was die vermeintliche Sichtung des Wolfes anging. Ja. Auf den Feldern trieb sich tatsächlich ein Wolf herum. Also war es doch keine Einbildung gewesen. Zum Glück für mich lief er sehr weit abseits von mir in Richtung der Straße was es für mich leichter macht an ihm vorbei zu kommen. Diese Tiere sind aber auch majestätisch. Um so mehr schmerzt einen der Gedanke wenn man einem von Ihnen weh tun muss um selbst zu überleben.

Es schneit schon wieder. Hoffentlich kommt kein Sturm auf während ich außerhalb eines sicheren Ortes bin. Milton dürfte so ziemlich die einzigste Stadt hier oben auf diesem Plateau sein. Das heißt ich habe schon so ziemlich alles gesehen was es gibt. Oder ich liege total falsch mit dieser Vermutung.

Gezwungen durch den Wolf bin ich wieder weiter in die Berge gegangen. Der Aufstieg war schwer da meine Ausrüstung auch ein gewisse Gewicht mit sich bringt. Aber ich habe es dennoch geschafft. Allerdings spüre ich wie die Kälte an mir zu nagen beginnt. Es ist kalt und es wird auch nicht besser.
Der Wald ist dicht aber ich konnte etwas wie einen Turm erkennen zwischen den Bäumen. Als ich mich dem Turm näherte konnte ich ein Haus erkennen. Es ist eine Kirche. Ich betrat sie und im inneren konnte ich ein verlassenes Lager sehen. Offensichtlich muss hier jemand gewesen. Das Feuer ist zwar schon ausgekühlt und nicht mehr warm aber es war jemand hier. Nun werde ich hier eine Rast einlegen. Vielleicht gibt es doch irgendwo hier Überlebende. Wahrscheinlich muss ich sie nur finden.

Nach dem ich mich eine gute Stunde aufgewärmt habe bin ich nun bereit weiter zu gehen. Ich muss, wie schon vorher festgehalten, nach Milton hinunter in mein Haus.

Mein Haus… das klingt komisch wenn man bedenkt das es nicht meine perse ist.
Wie dem auch sei muss ich meinen Kram abladen. Und nicht nur das. Ich habe ein alte 303. Jagdgewehr gefunden. Es wurde offensichtlich stehen gelassen weil die Munition alle war. Jetzt gehört es mir. Ich müsste einige Kugeln haben, wenn ich mich recht entsinne. Denke es wird mir bald schon sehr gute Dienste leisten.

Die Reise verlief ruhig und auf es war mal ein anderer Eindruck Milton auf der anderen Seite zu betreten. Da ich nun weis das es eine Straße in die Berge gibt habe ich vielleicht einen Weg nach draußen gefunden? Andererseits könnte ich auch den Berg nach unten klettern. Aber auf meinem Weg in Milton hinein ist mir ein riesiger Funkmast aufgefallen. Ich werde zu nächst versuchen heran zu kommen. Vielleicht kann ich ihn zum laufen bringen. Dann könnte ich möglicherweise nach Hilfe rufen, per Handy oder ich habe wieder Radioempfang.

Diese Möglichkeit werde ich morgen austesten. Ich bin gespannt was passiert oder wie der Mast aussieht. Hoffentlich bekomme ich ihn zum laufen.

 

01.05.2025: Der Funkmast

 

Am morgen bin ich aufgebrochen. Im Dorf habe ich wieder den Wolf gesehen. Das Jungtier. Es ist stets verschreckt wenn es mich sieht. Ich denke es weis noch nicht sehr viel über das Jagen. Mein Glück. Als wird er mich, vorerst, nicht behelligen. Ich sollte ihn meiden so lang es geht.

Der Weg den Berg hinauf war einfach. Der Mast wurde wohl erst vor kurzem gebaut. Als ich den Mast erreicht habe dachte ich erst ich würde einen defekten vor finden. Aber der Mast scheint soweit in Ordnung zu sein. Wenn die Elektronik nicht hinüber ist müsste der Mast funktionieren. Aber er tut es nicht.

Das ist wirklich seltsam.

Nach dem ich mich wieder auf den Weg gemacht hatte erkannte ich am Fuße des kleinen idyllischen See’s eine Höhle. Sie lag etwas abseits den Berg hinab. Nicht weit vom Zugang zum Funkmast entfernt. Ich vermutete das es sich um eine Wildtierbehausung handeln könnte aber die Höhle war soweit leer. Ein Rucksack wurde dort deponiert. Einige Kohlebrocken habe ich noch gefunden. Ansonsten war die höhle recht unspektakulär. Zumindest habe ich sie jetzt auf meiner Karte wenn etwas sein sollte.

Nachdem ich die Höhle wieder verlassen habe bin ich am See entlang gegangen. Dort habe ich einen Hasen erwischt. Außerdem habe ich eine Passage in die Berge gefunden. Ich werde diesem Weg folgen und sehen wohin es mich führt. Vielleicht finde ich doch noch etwas von Belang.

Ich habe den Aufstieg geschafft. Bin mir aber nicht sicher ob ich wirklich schon ganz oben angekommen bin. Die Passage wird hier oben enger. Aber es geht. Der Aufstieg war zwar etwas anstrengend aber ich denke das wird schon. Wenn ich noch meine bessere Ausrüstung hätte wäre manches einfacher. Aber mal sehen was dieser Pass so für mich bereit hält.

Nach einige Metern durch die Passage und hindurch durch eine kleine Felsformation bin ich an eine weitere Höhle gekommen.

In der Höhle habe ich wieder etwas Kohle gefunden. Auch einige Hölzer. Nachdem ich die Höhle wieder verlassen hatte bin ich dem Pass weiter gefolgt. Aber so langsam brauche ich etwas warmes. Meine Kleidung wird durch den Schnee nass. Die Sonne ist hinter dicken Wolken verschwunden und es wird dadurch gleich merklich kälter. Allerdings bin ich gerade an eine Weggabelung gekommen. Es geht nach oben und nach unten. Ich schwanke noch werde aber wahrscheinlich nach oben gehen und sehen was dort auf mich wartet.

Der Weg nach oben in die Berge führte mich überraschender Weise zu einer Straße. Ich gehe davon aus das es die Straße ist welche ich von der Kirche aus sehen konnte. Zumindest würde der vermutliche Verlauf es erklären. Gleichsam fand ich wieder ein erlegtes Reh. Sicher waren Wölfe hier. Nicht zuletzt weil man Sie in der ferne jaulen hören konnte.

Ich habe mir alles genommen was das tote Reh mir noch anbieten konnte. Obgleich mir der Verlust des Tieres leid tut so hält mich sein Opfer am Leben. Die Wölfe sind zum Glück noch fähig Beute zu finden. Wenn Sie nichts mehr finden sollte die Sache ungemütlich werden. Da ich hier nun alles gesehen habe was mich interessiert bin ich zu dem Schluss gekommen das ich dem Pass noch nach unten folgen will. Ich kann mit dem schweren Gepäck so oder so nicht klettern. Als ich dem Pass zurück gefolgt bin und dann nach unten durchgegangen war fiel mir sofort eine Stelle mit viele Baumstämmen auf.

Wie es aussieht hatte der Sturm hier einiges an Schaden verursacht. Viele Bäume sind abgeknickt und dann nach unten gesaust. Man kann von Glück reden wenn man in diesem Moment nicht hier war.

Ich folge dem Pass weiter und kann schon eine Brücke erkennen. Diese Brücke und die Straße muss ich mir später noch genauer anschauen. Es könnte tatsächlich einen Weg hier heraus geben ohne das ich zurück muss. Zumindest wäre mir das lieber. Aber zu nächst werde ich die Schlucht weiter erforschen. Außerdem wird es langsam Dunkel und ich sollte mich auf die Nacht vorbereiten. Ich muss irgendwo unter kriechen. Mal sehen was noch so kommt. Ich kann immer noch zurück in die kleine Höhle. Das dürfte über Nacht reichen.

Dem Weg in der Schlucht bin ich soweit gefolgt wie ich konnte. Nun ist der Weg zu ende. Ich stehe vor einem gewaltigen Wasserfall. Es rauscht und ist verdammt laut. Aber außer diesem schönen Anblick ist hier nichts weiter zu finden. Okay. Ein Paar Hasen die herum stürzen.

Mit den Impressionen des Wasserfalls gehe ich dann wieder zurück. Das Rauschen des Wasserfalls wird leiser dafür fühle ich mich beobachteter. Ich gehe noch ein Stück weiter und höre Schritte hinter mir. Sie sind laut. Der Schnee muss ganz schön nachgeben.

Als ich mich umdrehe erblicke ich den Grund dafür.

Ich lief so schnell wie ich konnte. Leider war der Rucksack gefüllt mit all den Dingen sehr schwer. Daher war es kaum möglich schnell von dort weg zu kommen. Mein Glück muss es gewesen sein das der Bär sehr langsam hinter mir her tapste. Dennoch lief ich so schnell ich konnte.

Der Schlucht entlang und dann den Pass nach oben in Richtung Straße. Zum Glück hatte ich diesen Weg schon vorher ausgekundschaftet. Daher konnte mich der Verlauf auch nicht erschrecken und ermöglichte mir die schnelle Flucht trotz vollem Gepäcks.

Als ich den Pass verlassen hatte und der Straße Tal einwärts gefolgt war kam ich an einem Schild nach Milton vorbei und einer Höhle, wie ich denke. Leider fehlte mir die Zeit diesen Ort auf der Karte festzuhalten aber ich kann wieder dort hin zurück. Aber ich muss mehr auf Bären achten. Oder diesen einen Bären. Und wie das Schild es schon angekündigt hatte kam ich an die Kirche bei Milton. Der Rest des Weges war einfacher. Ich bin mir sicher das mein Blutdruck geflogen sein muss als ich den Bären erblickt hatte. Zumindest habe ich es heil zurück geschafft. Nicht auszudenken was dieses Vieh an Kraft haben muss. Ich bin Heil froh das ich davon gekommen bin.

Diese Begegnung heute war sehr aufregend, so wie der ganze Tag.

 

02.05.2025: Erkenntnisse

Nach dem ich heute morgen aufgewacht bin habe ich mir einige Gedanken gemacht. Der ganze Ort scheint verlassen zu sein. Bis auf einige wenige Ausnahmen. Tiere.

Sie kommen scheints gut mir dem Klima klar. Aber ich scheine sonst allein zu sein. Daher musste ich mir nun folgende Frage stellen. Wie lang kann ich das überleben? Wenn ich wirklich allein hier stehen sollte dann muss ich mich wappnen. Es kann gut sein das es noch andere geben mag aber bis lang und hier in Milton nicht. Deshalb muss ich meine Ausrüstung verbessern. Und mit einem Bären kämpfen will ich sicher nicht. Also beginne ich mit dem nahe liegenden. Ich muss meine Vorräte horten und entsprechend Rationieren. Wasser ist kein Problem. Schnee gibt es genug. Aber ich muss es abkochen. Es könnte wer weis welche Keime oder Bakterien mit sich tragen. Also muss ich mein Feuerholz entsprechend einteilen. Aber das ist auch nicht das größte Problem. Mein größtes Problem wird es sein Feuer machen zu können. Mir bleiben Streichhölzer aber ich bin nicht in der Lage selbst welche zu machen.

Streichhölzer. Es gibt noch andere mögliche Gegenstände um Feuer zu machen aber ich werde wohl auf lange Sicht mir mehr einfallen lassen müssen. Weswegen mich es zu meiner nächsten wichtigen Aufgabe bringt. Ich muss mein Territorium kennen. Zu jeder Zeit muss ich in der Lage sein mich zurecht zu finden. Im Dunkeln wie bei Tag. Auch ohne Karte oder die Sterne. Für mich muss es immer einen Weg geben mich zu orientieren. Daher werde ich meine Karte vervollständigen so gut ich kann und zu sehen das ich gewisse Zeichen, nur für mich, hinterlasse. Nur weil es andere Überlebende geben kann muss es nicht heißen das diese mir freundlich gesonnen sein müssen.

Somit habe ich mich wieder auf den Weg gemacht die Umgebung um Milton herum zu erkunden. Mein Weg führte mich zur Kirche. Von dort aus werde ich den Rest der Umgebung genauer untersuchen. Mein Lager an Brennmaterial füllt sich auch langsam. Und dennoch muss ich weiter machen. Für den Fall das sich das Wetter geändert haben sollte und ich mit noch harscheren Schneestürmen rechnen muss brauche ich sicherlich einen ordentlichen Vorrat halten. Zum Glück gibt es in der Umgebung genug Holz und auch Geäst das durch Stürme immer wieder herunter gerissen wird.

Viel mehr bin ich darauf gespannt was ich hier noch finden werde. Ich vermute das es bei der Brücke, wo mich der Bär überrascht hat einen Weg aus Milton heraus geben wird.

Der Schneesturm wütet unnachgiebig. Leider kann ich bei diesen Verhältnissen kaum voran. Ich muss ständig Schutz suchen um nicht zum Opfer der Kälte zu werden. Immer wieder zwingt er mich nach Verstecken ausschau zu halten. Geschweige denn das ich in der Lage bin etwas von der Umgebung zu erfassen und auf meine Karte zu übertragen. Auch wenn ich die Gegend um die Kirche herum etwas erkunden konnte heißt das noch lange nicht das ich recht weit gekommen bin. Im Gegenteil. Ich habe zwar, etwas abseits der Kirche, ein kleine Holzfällerlager gefunden aber mehr als das war auch nicht drin. Schlussendlich musste ich wieder umkehren und wieder in meinen Unterschlupf zurückkehren. Ich hoffe das mir das Wetter morgen etwas gewogener sein wird. Jeder vertane Tag ist schlecht für mich.

Mit diesen Gedanken schließe ich meinen Tag ab. Das Feuer im Kamin, vor mir, brennt wohlig warm. Und ein leichter Anflug von Glück macht sich breit wenn ich daran denke das ich noch hier bin. Es hätte alles schlimmer enden können. Zumindest bin ich für diesen Tag noch gut aufgestellt. Ich werde es wohl noch etwas weiter bringen als ich vermutet hätte.

03.05.2025: Die Reise geht weiter

Die Nacht war kurz. Ich konnte nicht viel schlafen fühle mich aber nicht krank. Wahrscheinlich bin ich einfach nur nicht genug erschöpft. Da es noch dunkel ist muss ich noch in meinem Unterschlupf ausharren bis es hell wird. Dann ist der Sturm möglicherweise nur noch eine blasse Erinnerung an den vergangenen Tag und ich kann mich weiter auf den Weg machen den Rest der Umgebung um Milton herum zu erkunden. Das dürfte dann doch noch etwas aufregend werden. Ich bin mir nicht sicher was ich entdecken werde.

Erneut mache ich mich auf den Weg zur Kirche um von dort aus die Umgebung zu kartographieren. Ich hoffe etwas von Interesse zu entdecken bin mir aber auch im klaren darüber das ich auch nichts finden könnte. Nichts was mich in irgend einer Art und Weise weiter bringen könnte. Aber dennoch werde ich meinen Weg gehen. Es bleibt mir sonst nichts. Kein anderer Weg als dieser.

Jedoch brachte mir die Erkundung auch etwas. Im Norden fand ich eine Höhle. Sie war verlassen. Wenigstens bin ich also nicht auf einen Bären gestoßen. Aber ich fand einige Brocken Kohle in der besagten Höhle. Vielleicht war es ein alter Stollen einer Mine oder was auch immer.

Höhle im Norden

 

Nachdem ich die Höhle wieder verlassen habe wandte ich mich dem Weg in Richtung Brücke zu. Nach einiger Zeit stieß ich wieder auf die Straße aber mein Weg wurde von einem weiteren Wolf gekreuzt. Allerdings war dieser nicht so schreckhaft. Ich gehe davon aus das es sich um ein ausgewachsenes Tier handeln dürfte. Somit lässt sich wieder sagen das es die Natur auch weiterhin schafft durchzukommen. An Wild mangelt es nicht gerade. Und selbst die Population der Hasen hat wohl kaum gelitten. Dadurch musste ich meine Erkundung der Straße / Brücke aufgeben und bin wieder in Richtung Milton gegangen. Das Tier klebte zwar eine Zeit lang an meinen Färsen hatte aber scheinbar recht schnell den Versuch aufgegeben mir zu folgen. Und in der Nähe von Milton, beim Wasserfall an der westlichen Brücke, fand ich wieder einen unglücklichen Suchenden. Er ist in der Kälte dieser Welt ums leben gekommen.

Das Wetter ist mir zum Glück gesonnen da es ein sehr klarer und wirklich ansehnlicher Tag ist. Ich hoffe es geht so weiter.

Einige Minuten später, nachdem ich noch einige Fundstücke in meinem kleinen Unterschlupf abgeladen hatte, ging ich wieder in die Berge nahe Milton. Es gab noch einiges zu sehen. Unter anderem bin ich auf eine Höhle in den Bergen hinter Milton gestoßen. Auf der anderen Seiten, direkt in der Nähe des Wasserfalls, fand ich eine Passage in die Berge. Nach einer anstrengenden Kletterpartie bin ich auf dem Berg angekommen und dort fand ich einen recht idyllischen Platz vor. Ich denke im Sommer wäre das hier ein Ort an dem man es sehr gut aushalten könnte. Mit einer Angel, etwas Verpflegung und sehr viel Ruhe würde man hier sicherlich einen sehr schönen Tag verbringen können. Aber der See ist zugefroren und in der unmittelbaren Umgebung zu diesem See konnte ich einen Wolf ausmachen. Damit hatte ich genug gesehen und ging wieder meines Weges. Dieser führte mich, mit den Eindrücken und Gedanken an den idyllischen See, zu dem kleinen Trailer am nördlichen Holzfällerlager. Ich beschloss die Nacht dort über die Runden zu bringen da ich am Morgen gleich weiter die Gegend erkunden wollte. Und mit den Gedanken an diesen Tag, sowie einem vollen Bauch, legte ich mich auf die oberste Etage des Doppelstockbettes und schloss meine Augen während ich von drinnen die immer schwächer werdende Glut meine Feuers in der Feuertonne beobachtete bis ich eingeschlafen war.

 

04.05.2025: Sackgasse

Etwas mutiger als ich es von mir selbst gedacht hatte machte ich mich noch vor dem Sonnenaufgang auf dem Weg zur Brücke. Es war noch recht dunkel und würde sicher noch gute drei Stunden dauern bis die ersten Sonnenstrahlen hinter den Bergen hervor kommen würden. Aber ich zog es durch. Mein Weg führte mich vom Trailer weg direkt auf die Straße in Richtung der Brücke, welche ich vor einigen Tagen gesehen hatte. Auch wenn ich nicht viel sehen konnte so war der Anblick den mir die scheints so harsche Natur bot doch mehr als eine Entschädigung. Ich genoss den klaren Himmel durchzogen von der Aurora der Nacht. Es war ein Anblick den ich so schon einige Zeit nicht mehr genießen durfte.

Ich nahm meinen Weg durch die sanften Hügel vorbei an der Straße, entlang an einem Wasserfall in der Nähe der Brücke. Auch dieser Anblick war überwältigend schön. Obgleich die Gefahr auch nur einige Schritte entfernt war.

Ich ging also um die Brücke herum und das sollte sich als gut herausstellen. Nachdem ich also auf der anderen Seite des Flusses mir etwas die Beine vertreten hatte machte ich mich durch einen kleinen Pass auf zur Brücke. Dort konnte ich einige stehengebliebene Fahrzeuge entdecken. Ich begab mich zum ersten Fahrzeug als ich herum fuhr jäh durch ein Geräusch aufgeschreckt. Es war ein knurren und wimmern. Der Bär, welcher mich vor kurzem verfolgt hatte musste auf der Brücke zwischen den Autos gewesen sein. Mit einem Satz kam er hinter dem zweiten Auto hervor lief aber mit einem wimmern davon. Ich vermute das wir uns gegenseitig erschreckt haben dürften. Ich war so perplex das ich mich direkt in das erst beste Auto geflüchtet hatte und sah im Rückspiegel wie der Bär zwischen den Autos davon lief. Nachdem das passiert war musste ich mich erst einmal sammeln. Einigen Minuten verharrte ich und dachte nur noch daran was ich für ein unverschämtes Glück gehabt hatte. Der Bär war getürmt und ich war in Sicherheit gewesen. Wenigstens für den ersten Augenblick. Als ich mich dazu durch gerungen hatte das Auto zu verlassen stieg ich aus und griff direkt nach meinen Gewehr. Immer in Anschlag ging ich von PKW zu PKW. Es war einige gute Beute darunter. Unter anderem fand ich einen gut erhaltenen Militärmantel. Er war zwar gefroren aber das sollte mich nicht davon abhalten mit meiner Trophäe davon zu laufen. Im letzten PKW, schließlich, beobachtet ich das Ende der Brücke sehr genau. Aber der Bär kam nicht wieder. Unvorstellbar das es ihn so sehr erschreckt hätte haben können. Ich fühlte mich wie der größte Glückspilz der Welt.

Aber ein Glückspilz sollte auch mal Pech haben. Gut. Eigentlich sollte es mehr einer Ernüchterung gleich kommen. Ich ging die Straße bis zum Ende. Und das war es auch. Die Straße war blockiert. Wie nahe der Tankstelle hatte ein Erdrutsch den Weg verschüttet. Es gab kein weiter kommen.

Jedoch sollte mir das Glück dennoch hold sein. Im Schnee stieß ich auf ein Geweih und einen gut erhaltenen Rehkadaver. Also gab es zum Frühstück erstmal zwei deftige Stücken Steak vom Wild. Obgleich es eigentlich heißt das Wild sehr trocken sei war dies sehr zart und nicht ein bisschen trocken geworden. Dieser Glücksfall sorgte dafür das ich mich gleich noch besser fühlte.

Nachdem ich einem kleinen Pass in der Nähe des Kadavers gefolgt bin kam ich an eine Höhle. Ich ging hinein weil ich interessiert daran war heraus zu finden wo mich das hinführen würde. Als ich die Höhle betrat bekam ich einen leichten Anflug eines beklemmenden Gefühls. Die Gänge waren eng und es gab nur wenig Licht. Auch hatte ich meine Sturmlaterne nicht dabei aber ich konnte noch etwas sehen. Jedoch fand ich schnell heraus warum ich das beklemmend fand.

Ich stieß auf den Kadaver eines Wolfes. Er wurde zerfetzt. Obgleich er über einem Loch in der Decke lag war ich mir sicher das nicht der Sturz daran Schuld war. Auch gab es keine Nager oder andere Aasfresser in der Nähe. Außerdem war das Tier noch nicht sehr lang tot. Das Blut war noch nicht ganz geronnen. Es musste also etwas diesen Wolf in der Höhle angegriffen haben. Nun wurde mir anders zumute. Etwas schleicht herum und reist einen Wolf. Allein dieser Gedanke ist verstörend. Ein Bär käme zwar in Frage aber die Gänge waren einfach zu Eng für einen solche Gevatter. Er hätte hier nie im Leben hineingepasst. Das Tier wäre sicher schon vom Eingang aus mehr als ein mal stecken geblieben. Ich schautem ich um doch ich konnte einfach nichts erkennen. Mir war immer noch mulmig zumute jedoch wollte ich den Pelz nicht verkommen lassen und nahm das Geschenk von Mutter Natur an. Auch wenn ich Gewalt nicht gut heiße so war ich froh das nicht ich das Opfer war.

Ich ging weiter und fand noch ein ausgebranntes Lager. Es gab noch etwas Feuerholz und einen Rucksack aber das war auch schon alles was ich dort finden konnte. Nachdem ich weitergegangen war wehte mir, nach der nächste Kurve, ein Wind um die Nase. Ich war also sehr nahe am Ausgang. Als ich die Höhle wieder verließ wurde ich für einen kurzen Moment von der Sonne geblendet. Aber dann sah ich es. Ein großes Areal lag unter mir und ich stand oben auf dem kleinen Pass der hinein und hinaus führte. Ich setzte meinen Weg fort und schon wieder sollte mir das Glück hold sein. Gleich, einige Meter von der Höhle entfernt, lag wieder ein Rehkadaver. Auch dieses mal nahm ich das Geschenk an mich und zog danach weiter. Nach einigen Minuten Wanderung erreichte ich schließlich wieder einen kleinen See. Wenn es Sommer wäre würde ich mir hier eine Hütte bauen, dachte ich für mich. Und dann keimte wieder Hoffnung auf. Nicht weit von dem See fand ich ein abgestürztes Flugzeug. Es war niemand im oder am Flugzeug aber das heißt das hier jemand sein könnte. Vielleicht ist er oder sie schon weiter gegangen. Ich könnte also tatsächlich auf andere Überlebende treffen. Am Ende meines Weges erreichte ich eine Höhle. Dort lag sehr viel Fracht aus dem Flugzeug. Da es langsam dämmerte beschloss ich die Höhle zu betreten und dort ein Lager aufzuschlagen. Und da sah ich es. Ein ausgebranntes Lagerfeuer und ein provisorisches Bett. Hier muss also jemand gewesen sein. Dann gab es für den Toten Wolf noch eine Erklärung. Ein anderer Überlebender.

Ich verharrte einige Stunden und verbrachte so die kommende Nacht. Am folgenden Morgen machte ich mich kurz vor Tagesanbruch auf den Weg zurück zu meinem Unterschlupf.

 

05 & 06.05.2025: Selbststudium

Als ich auf den Weg zurück war lief mir der Bär wieder über den Weg. Er war gleich hinter der Biegung auf der Straße in Richtung Brücke. Es wirkte so als wenn er auf mich gewartet hätte. Jedenfalls kam er auf mich zu und ich saß in der Falle. Doch zu meinem Glück hatte ich noch etwas in petto.

Mit einer Magnesiumfakel die ich nach ihm warf konnte ich etwas Land zwischen uns bringen. Der Bär erschrak offensichtlich durch den Lärm und die sprühenden Funken. Jedenfalls suchte er das weite so das ich schnell über die Brücke laufen konnte und ihn hinter mir lies.

Die Begegnung

Ich nahm dann den Weg zurück durch die Berge was mich wieder zu dem Funkmast brachte. Von dort aus war es ein Kinderspiel wieder nach Milton zu kommen. Der Rest des Tages verlief ruhig da ich mich mit dem Studium meines Buches über das schießen mit dem Gewehr beschäftigt hatte. Der Kühlschrank ist gut gefüllt und ich habe alles was ich brauche.

07.05.2025: Keine Option

Nach dem ich also die letzten zwei Tage damit verbracht habe mich dem Studium des Buches „Gewehre für Fortgeschrittene“ zu widmen und mir die Lektionen darin zu gemüte geführt habe bin ich nun wieder bereit aufzubrechen. Es gib hier und da noch kleinere Flecken die ich nicht gesehen habe. Ein Blick könnte es alle mal Wert sein. Doch dann stellt sich die Frage wie es weiter gehen soll. Es sind nun bald zwei Wochen das ich in und um Milton herum alles erforscht habe. Kaum vorstellbar wenn man bedenkt wie es angefangen hat. Mit mehr Glück als Verstand bin ich damals aus der Sache heraus gekommen und stecke nun in etwas noch größerem und gefährlicherem. Was werden soll ist mir noch unklar. Wie dem auch sei so muss ich langsam anfangen mich um die wichtigen Dinge zu kümmern. Ich kann nicht ewig in Milton bleiben. Ich muss hinaus. Anders herum könnte ich es. Es gibt genug Schnee zum Schmelzen und die Tier- und Pflanzenwelt ist auch sehr ausgewogen. Auf der anderen Seite aber fürchte ich mich etwas davor was wäre wenn ich nicht raus gehe. Ich bin allein. Wenn ich erkranke kann mir keiner helfen. In diesem Moment bin ich nur auf mich gestellt. Wenn es aber eine Gemeinschaft geben würde so könnte ich dies für mich nutzen. Die Umstände machen es allerdings nicht einfach. Aber zunächst kann ich mich darauf konzentrieren diese letzten Gebiete noch in Augenschein zu nehmen. Damit sollte ich genug Zeit vertun um eine wichtige Entscheidung treffen zu können.

Ich bin mir jetzt sicher. Es gibt keinen anderen Weg. Keine andere Option. Der einzigste Weg der jetzt noch aus Milton hinausführt ist über den Weg den ich gekommen bin. Es kann sein das die Steilwand nun mehr Eis als Stein ist. Es könnte glatt sein. Es gibt so viele Möglichkeiten die ich berücksichtigen muss wenn ich mich auf Weg nach unten machen möchte. Ich kann nicht für immer in Milton verweilen. Außerdem habe ich bei meinen Erkundungen eine Signalpatrone gefunden. Gut möglich das ich mit dieser, sollte ich die passende Pistole dazu finden, auf mich aufmerksam machen könnte. Sicher bin ich mir nicht aber ich könnte es immerhin versuchen. Es wäre alle mal besser als hier herum zu sitzen und auf den Tod zu warten den mich vielleicht ereilen könnte. Also kann ich auch genauso gut draußen aufhalten und versuchen Hilfe zu bekommen. Ich bereite mich heute auf den Abstieg vor. Es gibt noch einiges zu erledigen.

 

08.05.2025: Ausweg

Heute habe ich den Abstieg hinter der Orca-Tankstelle genommen. Er führte mich auf einen Vorsprung des Gebirges auf dem Milton steht. Erst dachte ich das ich hier schon einmal war. Doch dann fand ich einen weiteren Aufstieg. Dieser wiederum führte mich in einen kleinen Pass. Dort fand ich schließlich einen Stollen. Ich hoffe das ich durch diesen hinaus komme, weg von Milton. Auch wenn ich einige Ausrüstung hier liegen habe so muss ich nicht unbedingt hier bleiben.

Etwas die Beine vertreten sollte mir helfen und ich finde vielleicht auch noch einen anderen überlebenden. Wenn nicht dann hoffe ich wenigstens das ich Hilfe finden kann. Irgendwie müssen die anderen auch hinaus gekommen sein.

Die Höhle war sehr groß. Es gab viele Gänge und Abzweigungen. Der eisige Wind schoss immer wieder durch die Gänge. Daher war es recht einfach den richtigen Weg zu finden. Zum Glück. Es ist ein Irrgarten da drinnen. Nachdem ich das andere Ende des Stollen erreicht hatte trat ich hinaus. Und wie schon in Miltion war auch hier überall Schnee und Eis. Es ist meine eigene kleine persönliche Hölle, wie mir scheint.

Doch es gibt auch Hoffnung. Meine Augen fielen direkt auf ein kleines Haus, welches dort vor mir lag. Es thront auf einem kleineren Felsen und überschaut das kleine Tal, welches unter Ihm liegt. Das Haus war nicht verschlossen, so wie viele der Häuser die ich gefunden habe. Aber auch wie in den anderen unverschlossenen Häuern war auch hier nur Kälte zu Hause. Ich bin immer noch allein.

Der Blick aus dem Fenster offenbart, immer wieder auf’s Neue, dass was man ohne hin schon weis. Es ist ein übler Winter draußen vor dem Haus. Das Augen, soweit es Blicken kann, erfasst nur Eis und Schnee. Das sind meine einzigen Begleiter. Wenn man von den Wildtieren einmal absieht. Als ich mich auf den Weg gemacht habe lief das Jungtier wieder durch die Stadt. Aber ich war zu weit entfernt als das er von mir Notiz nahm.

Und so wird auch dieser Tag sich dem Ende neigen. Etwas Feuerholz habe ich noch gesammelt damit die Nacht in dem Haus nicht so sonderlich kalt wird. Ansonsten ist hier hausen nichts. Weit und breit nichts. Außer Wild. Und ich.

 

 

 

Falls euch die Geschichte gefällt würde ich mich über eine kleine Aufmerksamkeit freuen.

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