Buch der Sünden – Kapitel 1: Entfesselt (Kazaaasha)

Kazaaasha blieb noch eine Weile auf dem Boden liegen. Die Nacht war schon lang über Tamriel hereingebrochen. Es war der 9. Tag Herzfeuer der 4. Ära.

Kazaaasha starrte in den Himmel. Sein Kopf schmerzte immer noch und immer wieder dachte er an das was gerade geschehen war.

Dieser Khajiit Junge…
Er geht mir einfach nicht aus dem Kopf.
Was könnte er nur gemeint haben?

fragte er sich.

Dann nach einer schier endlosen Zeit erhob er sich langsam vom Boden. Er hatte es bis jetzt noch nicht gemerkt aber ihm tat alles weh. Und auch jetzt erst realisierte er das er völlig am Ende war. Es war eine Tortur sich auf den Beinen zu halten. Geschweige denn auch nur an einen Kampf zu denken. Er fühlte sich so geschwächt das er eine Phiole mit dem Blut eines seiner Opfer heraus holte. Er verwendet diese Tränke nur im äußersten Notfall. Er zog den Korken aus der Phiole und wollte gerade zum trinken ansetzen als ihn der bloße Gedanke abstieß.

Was zum Henker?!
Ich kann das Blut nicht trinken… Was ist los?

fragte er sich.

Wieder setzte er an. Und wieder stieß es ihn zurück. Ein weiterer Versuch den erst startete endete mit dem selben Ergebnis. Es war ihm unmöglich das Blut zu trinken.

Was ist nur los? Ich kann das Blut nicht anrühren… Ich…
Moment!
Es liegt nicht daran. Ich habe genug Blut in mir. Aber was ist es dann?

Tatsächlich war sein Bedürfnis nach Blut gestillt. Und zwar übermäßig. Er hatte schon fast zu viel davon in sich. Er überlegte hin und her. Was lies ihn sich so schwach fühlen? Das alles ergab keinen Sinn. Für einen Moment stand er da und überlegt. Nichts ergab einen Sinn aber dann kam ihm ein Gedanke.

Wenn es also nicht am Blut liegt dann gibt es dafür nur eine Erklärung. Magie. Ich muss eine Art magische Schwäche auf mir haben die mir meine Kraft entzieht. Wenigstens sind die Kopfschmerzen nun weg…

Kazaaasha schaute sich um. Er stand in mitten der weite der Ebene bei Weißlauf. Es war ein imposanter Anblick. Jedoch war er ratlos. In diesem Moment hatte er kein klares Ziel vor Augen. Der Vorfall mit dem Splitter hatte ihn so durcheinander gebracht das er nicht wusste wie er nun weiter machen sollte. Er blickte schließlich auf Harmr der scheinbar gehen wollte.

Kazaaasha legte seine rechte Hand an den Kopf von Harmr und dieser blickte immer weider auf Kazaaasha und dann auf Weißlauf. Man konnte die Stadt von dem Standpunkt der beiden aus wirklich gut sehen. Als Kazaaasha bemerkte wohin sein Pferd blickte schaute er ebenfalls dort hin.

Du willst das wir nach Weißlauf gehen?

Eigentlich war es für Kazaaasha dumm mit einem Tier zu reden aber er tat es dennoch. Und als wenn es wüsste was er wollte schien Harmr zu nicken. Mit letzter Kraft hob sich Kazaaasha auf den Sattel von Harmr und dieser trabte langsam los. Querfeldein nach Weißlauf.

Harmr trabte an allem vorbei was für ihn gefährlich wirkte. Und geschützt durch die schwärze der Nacht war das auch kein großes Problem für ihn. So umging er Wölfe. Einen Säbelzahntiger und diverse Ratten auch Skeever genannt. Als Sie dann vor dem Tor von Weißlauf standen ging es Kazaaasha schon etwas besser. Aber er war immer noch erschöpft. Harmr merkte das es seinem neuen Herren nicht gut ging und so ging er langsam in die Knie und legte sich auf seinen Bauch. Durch diese Geste seines Pferdes konnte Kazaaasha spielend leicht absteigen.

Für Kazaaasha war es eine Geste die er noch nie erfahren hatte. In seinem Rucksack hatte er noch einige Äpfel. Da er kein Freund von viel Obst oder Gemüse war legte er die Äpfel vor Harmr auf den Boden und dieser tat sich gütlich daran.

Dann ging Kazaaasha durch das Tor nach Weißlauf hinein und die massiven Tore fielen wieder zu.

Nachdem Kazaaasha weiter in Richtung Marktplatz gegangen war erreichte er auch rasch die Taverne zur beflaggten Mähre. Mit dem Gold aus seinen Jobs nahm er sich ein Zimmer im Gasthaus. Auch wenn die anderen Tavernenbesucher ihn komisch von der Seite anschauten war für ihn nur eines wichtig. Er musste in Ruhe rasten. Und das konnte er am besten in einer sicheren Stadt. Nach dem die Zeche bezahlt war führt Hulda ihn hinauf auf die oberste Etage direkt am Gastraum. Dort gab es ein großzügiges Doppelbettzimmer mit Aussicht auf den Schankraum. Nach dem er das Bett gesehen hatte lies er sich hinein fallen und schlief sofort ein. Die Stunden vergingen die Nacht wich dem Licht der Sonne und die Finsternis verzog sich. Aber er schlief weiter.

Dann fast einen Tag später erwachte er wieder. Er lag immer noch bäuchlings auf dem Bett. Jedoch fühlte er sich nun wesentlich besser. Manche Muskeln schmerzten zwar noch aber nicht mehr so schlimm wie vorher.

Als er dann schließlich aufgestanden war bemerkte er rasch eine Person die neben ihm an der Wand lehnte. Er schaute auf die Person und fragte dann:

Bin ich so interessant das ihr mich anstarrt?

Es dauerte einen Moment und die Gestalt antwortete:

In der Tat. Ihr seid sehr viel interessanter als ihr denken mögt.
Und aus diesem Grunde bin ich hier. Ich möchte euch ein Angebot machen.
Ich arbeite für eine Gesellschaft mit gewissen Interessen in und an dieser Provinz.
Wenn ihr einige Aufträge, ganz diskret, für uns erledigen würden wären wir euch sehr dankbar. Aber ihr sollt nicht nur leere Worte erhalten. Wir sind bereit euch fürstlich für eure besonderen Dienste und Talente zu bezahlen.

Damit ihr euch sicher sein könnt bin ich ermächtigt euch eine kleine Anzahlung für einen ersten Job anzubieten.

Die Person griff in seine Tasche und zog einen scheints schweren Beute aus der Tasche. Als er ihn auf das Bett warf konnte Kazaaasha spüren das dieses unter der Last des Beutels etwas nachgab.

Der Beutel muss prall gefüllt sein.. Aber… es könnten auch Steine oder anderer Mist sein.

Die Person beobachtete es genau. Er konnte sehen und spüren das Kazaaasha zögerte im Angesicht dieses Beutels.

Nur zu, mein Freund. Schaut ruhig in den Beutel.

sagte die Person mit einem leichten Grinsen in der Stimme.

Kazaaasha zögerte noch kurz und griff dann zu dem Beutel. Er öffnete ihn und blickte hinein. In dem Beutel befanden sich unzählige Septime und viele Edelsteine.

Was für eine Unsumme!

war sein erster Gedanke bei diesem Anblick.

Dann legte er den Beutel bei Seite und schaute auf die Person.

Nun gut. Die Anzahlung ist sehr interessant. Und was genau wollt ihr?

fragte er die Person.

Lest, dann werdet ihr es wissen.

entgegnete die Person und reichte ihm einen Brief.

Kazaaasha nahm den Brief und klappte ihn auf.

Anwerbung

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Nach dem Kazaasha den Brief gelesen hatte überlegte er noch kurz. Wenn dies nur eine Anzahlung war wer weis wie dann die Belohnung bei erfolgreicher Erledigung der einzelnen Jobs aussieht. Er schwankte etwas. Eigentlich ist er niemand der Befehle befolgt aber das Gold konnte er gut gebrauchen für sein Vorhaben. Er konnte sich zwar alles nehmen was er wollte aber seine Kräfte waren noch lange nicht da wo er sie brauchte um seinen Willen in die Tat umsetzen zu können.

Ich willige ein.

sagte Kazaaasha kurz.

Ein leichtes grinsen zierte das verhüllte Gesicht der Person. Sie trug eine Kapuze aber den Mund konnte man gut erkennen.

Eine gute Entscheidung.
Dann habe ich hier euren ersten Auftrag für euch.

sagte die Person und übergab einen weiteren Brief an Kazaaasha.

erster Kontrakt

erster Kontrakt

Kazaaasha nickte und damit war die Arbeit der Person getan. Sie verließ den Raum und Kazaaasha verweilte auf seinem Bett. Er dachte über den Kontrakt nach. Diebstahl. Unsicher ob er für die Aufgabe wirklich geeignet sein sollte wischte er, vorerst, alle Bedenken bei Seite. Schließlich war die Anzahlung verlockend genug um etwas zu riskieren. Dann erhob sich Kazaaasha von dem Bett und putze seine Kleidung ab. Er ging aus dem Zimmer und hinunter in den Schankraum. Als er mit Hulda schließlich alles geklärt hatte verließ er das Gasthaus.

Draußen küssten die letzten Sonnenstrahlen die Provinz von Skyrim. Kurz darauf verschwand die Sonne und macht der Dunkelheit platz. Und wieder war es ironisch das gerade dann Kazaaasha nach draußen trat.

Draußen gekommen schaute er sich um. Hier fiel ihm eine Anschlagtafel ins Auge. Auf ihr gab es einige Aushänge aber einer interessierte ihn mehr als die anderen.

Kopfgeldbrief_01

Kopfgeldbrief_01

Er nahm den Kopfgeldbrief ab und steckte ihm zu dem Diebeskontrakt in die Tasche. Mit den beiden Aufträgen in der Tasche machte sich Kazaaasha auf den Weg nach Riften. Es war ein einfach klingendes Ziel. Einen Ring stehlen und bei einem anderen deponieren. Warum spielte keine Rolle. Die Aufgabe musste getan werden und wenn er es nicht tun würde würde es ein anderer tun. Er ging hinunter zu den Ställen und holte Harmr aus einer Box. Dann schwang er sich auf sein Pferd und ritt in Richtung Weißflusswacht davon. Über Ivarstatt war es einer der schnelleren Weg um nach Riften hinüber zu kommen. Zumal der Pass hinauf nach Ivarstatt selten von Kreaturen oder Monstern heimgesucht wird.

Er ritt an der Weißflusswacht vorbei hin zu den Valtheimer Türmen. In der Senke vor den Türmen machte er Halt und stieg von Harmr. Nun war es soweit. Das Kopfgeld wollte verdient werden und die Dunkelheit der Nacht würde ihn schützen. Um besser agieren zu können tauschte Kazaaasha seine Eisenrüstung gegen eine leichtere Fellrüstung. Er war zwar schlechter geschützt aber er konnte sich an seine Ahnungslosen Opfer heran schleichen.

Ideal um diesen Job durchzuführen.

Nachdem er seine Rüstung angelegt hatte schlich sich Kazaaasha langsam den kleinen Stich hinauf zum Fuße des Turms. Oben angekommen schauter er sich um. Es gab eine Wache und er konnte ihren Herzschlag fühlen. Sie stand an der Seite des Turms mit Blick in Richtung Tal.

Kopfgeld_Valtheim_01

Kopfgeld Valtheimer Türme 01

Als er sie ausgemacht hatte schlich er weiter voran. Er drückte sich gegen die Wand des Turmes. Jeden Schritt tat er mit Vorsicht. Dann kam er langsam um die Ecke. Er war weit genug um die Ecke gebogen um den Bandit sehen zu können. Dann zog er seinen Dolch und stach der Wache in Herz.

Auf der Stelle und ohne großes aufsehen brach sie zusammen doch Kazaaasha schnappte Sie und saugte ihm den letzten Rest seines Blutes aus dem Körper. Danach lies er ihn vorsichtig zu Boden fallen.
Lautlos bewegte er sich weiter. Zurück zur Tür zum Turm und hinauf. Den nächsten den er traf war eine Patroulie die auf der Brücke hin und her lief. Ihr wich er mit Leichtigkeit aus und begab sich in den Vordersten Turm. Er hatte die Wache auf dem vordersten Turm bereits von weiten erspähen können. Sie war die nächste.
Als Kazaaasha angekommen war und hinter dem Banditen stand nährte er sich auch an ihm.

Er packte den ahnungslosen Banditen und schlug seine Zähne in seinen Hals. Gleichsam hielt er ihm den Mund zu damit er nicht um Hilfe rufen konnte. Als er sich genug gelabt hatte zog er seinen Griff um den Hals des Banditen enger und würgte den Banditen bis zur Ohnmächtigkeit. Dann griff er zu seinem Dolch und tötete auch diesen Banditen. Er rammte ihn seinen Dolch in den Schädel.

Nun trat er an den Rand der Plattform die oben auf dem Turm angebaut wurde. Von oben aus konnte er den Weg der Wache, welche auf der Brücke patrouillierte gut beobachten. Als er wieder auf dem Rückweg war machte sich Kazaaasha bereit. Der Bandit lief und hielt an der Rampe zur unteren Etage des Turmes. Kazaaasha nutzte genau diesen Augenblick und sprang von oben runter. Er nutzte den Banditen als Sprungkissen. Er fiel ihm genau ins Kreuz. Unter der Wucht des Aufpralls von Kazaaasha stauchte sich das Rückrat zusammen. Doch das war die geringste Sorge des Banditen. Denn schon bei der Landung holte Kazaaasha aus. Seinen Dolch in der rechten Hand drückte er dem Banditen an die Kehle. Dann griff er mit der anderen Hand den Kopf des Banditen zog ihn nach links und begann sich zu nähren.

Nachdem er seine dunklen Lust nachgekommen war lies er den Kopf des Banditen los und plünderte seine Leiche. Doch schon hatte er sein nächstes Opfer im Blick. Es gab neben dem Anführer der Banditen noch zwei weitere Opfer. Geschwind und leise machte er sich auf den Weg zum zweiten Turm auf der anderen Flussseite. Die Brücke war leer und es war so dunkel das keiner etwas sehen konnte. Da auf der Brücke die Fackeln fehlten war es keine Hürde über den Fluss zu kommen.

Und prompt hatte Kazaaasha die andere Seite des Turmes erreicht. Er ging auf die Tür zu und klingte. Sie war verschlossen. Scheinbar hatte des Nachts jemand den Schlüssel um zu verhindern das man den Turm einfach einnehmen konnte. Da er aber beim Plündern der Leichen keinen Schlüssel gefunden hatte musste jemand anderes den Schlüssel haben. Sehr wahrscheinlich jemand auf der anderen Seite.

Kazaaasha griff in seine Tasche auf der rechten Seite. Dort hatte er einige Dietriche und andere Werkzeuge verstaut. Er nahm einen heraus und steckte diesen vorsichtig in das Schloss. Er drehte den ersten Bolzen sachte herum und schon war er eingerastet. Der zweite war auch keine Schwierigkeit. Und schon war das Schloss offen.

Das war leicht. Aber ich vermute mal das die Banditen niemand haben werden der ein Schloss herstellen kann. Also wird es noch das erste Schloss sein als die Türme gebaut wurden sind.

dachte sich Kazaaasha und drückte die Tür auf und diese gab damit den Weg zu seiner Beute frei.
Langsam durchschritt er den Türbogen und trat an die Wand heran. Dann drückte er sich dagegen und ging vorsichtig, aufrecht, die Treppe hinauf. Da er den Herzschlag spüren und hören konnte war es ein leichtes festzustellen wo sich die Feinde aufhielten.

Er konnte nun drei Personen  ausmachen. Eine Stand etwas abseits des Turmes. Zwei weitere befanden sich über ihm.

Der Anführer ist sicherlich auf der obersten Plattform.

Dann wollen wir mit dem abseitsstehenden Anfangen.

So öffnete Kazaaasha langsam die Tür und ging wieder zum aktiven Schleichen über. Er drückte sich langsam um die Ecke. Nun konnte er sein Ziel wirklich sehen. Die Banditin stand auf einem Felsvorsprung. Es war eine ideale Position zum Angriff mit dem Bogen oder Armbrust. Zum Glück war es bei diesen Sichtverhältnissen für eine Dunmer nicht möglich so gut zu sehen wie für ein Khajiit. Im Zuge dieses kleinen Vorteils machte sich Kazaaasha an die Banditen heran. Er schlich langsam auf Sie zu und zog seinen Dolch. Mit der linken Hand hielt er der Banditin den Mund zu und mit der rechten Stach er ihr in die Seite. Er ließ den Dolch stecken und labte sich an ihr. Geschwächt durch den Schmerz war es ein leichtes Spiel. Als Sie in den Armen von Kazaaasha ihren Tot fand ließ er sie langsam auf den Boden gleiten und packte seinen Dolch. Er schlich zum Turm zurück und zog eine der Phiolen aus einem kleinen Beutel an der linken Seite.

Immer etwas Gift auf die Klinge. Das schadet nie.

Als er das Gift vorsichtig auf die Klinge aufgetragen hatte brachte er vorsichtig den Stöpsel wieder auf die Phiole. Dann verstaute er diese wieder in dem sicheren kleinen Beutel. Dann schlich er wieder zurück zum Turm und eine Eben nach oben. Er spähte um die Ecke und sah dort einen weiteren Banditen in einer Eisenrüstung stehen. Kazaaasha ging wieder in die Hocke und schlich sich in den Raum hinein. Der Bandit stand vor einem Alchemielabor und war gerade dabei einen Trank zu brauen. Allerdings sah diese ganze Sache sehr wild aus.

Kazaaasha beobachtet die Situation. Die beiden Phiolen waberten und blubberten um die Wetter. Die Farben der Tränke variierten immer und immer wieder. Es sah aus als würde der Bandit nicht sicher wissen was er da tat. Ständig beobachtete er die Tränke. Immer wieder goss er etwas nach doch Kazaaasha konnte nicht erkennen was es genau war. Er schlich vorsichtig auf die linke Seite des Banditen. Von dort aus konnte er die Zutaten besser überblicken.

Die Phiole die der Bandit in den Händen hielt war gelb. Kazaaasha überlegt was das sein könnte. Es gab so viele Möglichkeiten. Und dann zog ihm ein feiner aber intensiver Geruch in die Nase.

Schwefel!

schoss es ihm in den Kopf.

Perfekt! Wenn der Bandit mit Schwefel experimentiert ohne Ahnung zu haben dann weis ich was ich tun kann damit ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen kann.

Das instabile Gebräu was der Bandit zusammen mischte war sehr empfindlich. Er gab den Schwefel wohl bei um die Lösung etwas stabiler zu bekommen und eine der Zutaten zu reduzieren.  Jedoch schien er nur schwerlich voran zu kommen. Sollte jetzt etwas diese Lösung erschüttern wäre es aus. Vor allem dann wenn noch eine bestimmte dazu käme. Kazaaasha schlich um die Ecke und griff in seine Tasche mit den Giften.

Dort holte er ein kleines Fläschchen hervor. Darauf stand: „Nirnwurzextrakt“

Er drückte sich an der Wand entlang und spähte wieder in den Raum. Seine rechte Pfote umfasste das Fläschchen. Der Bandit drehte sich gerade weg und ging auf das Bücherregal neben ihm zu. Kazaaasha zielte auf die beiden Phiolen auf dem Tisch und warf das Fläschchen. Noch während es flog ging Kazaaasha in Deckung. Er rannte die Rampe hinunter, durch die Tür und hinunter auf die untere Ebene des zweiten Turmes.

Kaum das er die Tür unten passiert hatte schlug das Fläschchen mit dem Nirnwurzextrakt auf die beiden Phiolen auf. Er war das klirren von Glas zu hören. Dann folgte ein kurzes aber heftiges zischen.
In diesem Augenblick hatte Kazaaasha den Türbogen durchschritten. Das Zischen verebbte und wurde durch ein lautes Blubbern ersetzt. Dann warf sich Kazaaasha auf die Brücke und legte seine Hände über den Kopf. Kurz darauf gab es eine Reaktion der zwei Phiolen und des Fläschchens.

Der Bandit der dadurch aufgeschreckt wurde versuchte noch die Flüssigkeiten zu trennen und rannte überstürzt zu dem Unfall. Als er begann es aufzuwischen begann er zu schreien. Die Reaktion der drei Substanzen hatte für eine heftige Säure gesorgt die sich nun durch seine Rüstung schmolz und auf seine Haut traf.

Der Banditenanführer kam von oben herunter gestürzt um zu sehen was los war doch dann war es zu spät. Mit einer kleineren Explosion gemischt mit heftiger Säure expandierte die Flüssigkeit und verbrannte die beiden zu Asche.

Der Turm schwelte und weißer Rauch trat aus den Fenstern aus. Kazaaasha blickte nach oben auf den Turm und wusste das damit seine Arbeit getan sein würde. Langsam erhob er sich vom Boden, putzte den Dreck von seiner Fellrüstung und ging gemächlich den die Brücke entlang zum anderen Turm und nach unten. Sein Pferd Harmr stand bereits vor dem Turm und wartete auf seinen Meister.

Kazaaasha schwang sich auf Harmrs Rücken und dann setzte er seinen Weg nach Riften fort. Als nächste Anlaufstelle würde er in Ivarstatt halt machen. Der schnellste Weg dorthin würde über den Pass führen. Auch wenn es sehr steil nach oben geht und der Pfad nicht mehr als ein Trampelpfad ist so war er dennoch eine gute und schnelle Abkürzung.

Der Weg dorthin führte Sie wieder durch das Tal vorbei an der großen Festung Amol und dann hinauf auf das Bergmassiv.

Der Ausblick den beiden hätten genießen können wäre atemberaubend gewesen wenn nicht die schwärze der Nacht alles in Dunkelheit gehüllt hätte. Jedoch war dies was Kazaaasha am meisten gefiel. Dunkelheit.

In der Festung Amol brannten stets Lichter. Auch wenn die Festung schon lang nicht mehr unter der Kontrolle von einer autoritären Macht. Nein. Vielmehr lag die Festung und deren Kontrolle nun in Abtrünnigen. Diese wechseln jedoch so oft das man kaum sicher sagen wer nun hier das Sagen hat. Zumindest im Augenblick.

Geschützt durch die unsagbare Schwärze der Nacht ritten Harmr und Kazaaasha an der Festung Amol vorbei ohne das seine Herren und Herrinnen davon Notiz nahmen. Harmrs Schritte waren in der Dunkelheit wie sanfte Schläge. Es war so als würde er sich im Dunklen an seinen Meister anpassen wollen um weniger Aufmerksamkeit zu erregen. Die Festung lag hinter Ihnen und weiter ging es den Berg hinauf. Erst ein sanfter Stich und dann brutal Berg auf.

Harmr strengte sich an und schaffte es. Doch Kazaaasha stieg von ihm ab und erleichterte ihm somit den Weg. Als Sie endlich auf dem ersten Stich des Berges angekommen waren holten beide tief Luft. Vor Ihnen lag ein wilder und ungezähmter Fluss der sich gleich neben Ihnen über einen Wasserfall nach unten stürzte. Der Anblick allein war schon die Mühe wert gewesen. Kazaaasha nahm seinen Rucksack vom Rücken und öffnete Ihn. Er nahm ein Brot heraus und ein halbes Dutzend Äpfel. Einem nach dem anderen gab er an Harmr ab während er sich sein Brot zu Gemüte führte.

Die Nacht machte noch keinen Anstalten zu verschwinden und es würde auch noch einige Stunden so bleiben. Den Durst den Kazaaasha verspürte war zwar vor erst gestillt doch es sollte für diese Nacht nicht das letzte mal sein das er sich laben würde.

Nachdem sich die beiden gestärkt hatten ging es weiter. Jedoch sollte der Aufbruch je unterbrochen werden als sich von oben ein Säbelzahntieger näherte. Die Katze hatte schon sein Ziel ins Auge gefasst. Den Hengst Harmr. Auf sein Ziel fokusiert stürzte die Bestie los. Mit hoher Geschwindigkeit näherte sie sich Harmr. Dieser sah die Bestie kommen und kurz bevor sie da war hob er seine Vorderläufe und gab dem Angreifer einen Hieb auf den Kopf. Desorientiert und verwirrt torkelte der Säbelzahntiger vor Harmr herum. Kazaaasha nahm sein Nodachi als er zu schlagen wollte sprang die Katze zu Seite und der Schlag verfehlte. Doch Kazaaasha sollte dennoch erfolg haben. Als er bemerkte das die Katze wieder zu sich kam zog er die Klinge über seinen Kopf hinweg und als Sie wieder in Richtung der Katze zeigte lies er die Klinge los. Sie flog und bohrte sich direkt in den Kopf des Tigers.

Ohne auch nur noch eine winzige Reaktion von sich geben zu können brach das gewaltige Beast vor den beiden zusammen. Kazaaasha zog seine Klinge aus dem Kopf des Tigers und wischte das Blut von der Klinge.

Nach dieser ehre unfreiwilligen Begegnung mit dem Säbelzahntiger deutete er Harmr das sie nun weiter gehen würden. Kazaaasha lief voraus und Harmr folgte ihm treu. Der weitere Aufstieg führte sie an einer Trollhöhle vorbei und zu einem weiteren Wasserfall den der Fluss nahm. Der letzte Anstieg dann wären Sie in Ivarstatt. Man konnte vom Fuß des Berges schon etwas Rauch erkennen. Das Dorf war nahe. Der letzte Aufstieg war geschafft und Harmr stand gemeinsam mit Kazaaasha an der Brücke zu den sieben Tausend Stufen. Ivarstatt lag nahe zu schon majestätisch vor Ihnen. Der nächste Halt sollte die Taverne sein um mögliche neue Gerüchte aufschnappen zu können. Kazaaasha ging mit Harmr an die Taverne und lies Harmr dort stehen dann verschwand er prompt im Haus.

Drinnen angekommen nahm sich Kazaaasha einen Stuhl und setzte sich in eine etwas dunklere Ecke der Taverne und lauschte dem Plaudern der Gäste. Es war viel Garn und Geschmeide was in dieser Nacht erzählt wurde. Unter anderem Gerede über einige Vorkommnisse am alten Hügelgrab. Doch Kazaaasha hatte daran wenig Interesse. Kazaaasha verbracht etwas an eine Stunde im Gasthaus und verließ es dann wieder als klar wurde das hier nicht viel zu holen ist. Als er draußen ankam sah er eine Wache die etwas an die Anschlagtafel hämmern wollte.

Die Wache blickte auf Kazaaasha und fragte dann:

Kann ich euch helfen, Bürger?

Kazaaasha schaute auf das Dokument.

Sicher. Ist es ein Beutebrief?

Die Wache nickte und entgegnete dann:

Es handelt sich um einen Beutebrief, ja. In Trevas Wacht hat sich eine gefährliche Person verschanzt. Sie ist vor kurzem aus dem Gefängnis in Riften geflohen. Jeder der Sie ergreift bekommt eine entsprechende Belohnung dafür.
Wollt ihr euch darum kümmern?

Kazaaasha nickte und nahm den Beutebrief an sich.

Kopfgeld_TrevasWacht

Kopfgeld_TrevasWacht

Ein gutes Kopfgeld. Das kann ich sehr gut gebrauchen.
Mein Plan entfaltet sich immer mehr. Und das wird mich auch eine ordentliche Summe kosten bis alles fertig ist.

dachte er sich und ging zu Harmr hinunter. Dieser Stand nach wie vor an der Taverne und wartete auf seinen Meister. Kazaaasha gab Harmr etwas zu fressen und auch etwas Wasser sollte nicht fehlen. An der Tränke, vor der Taverne war schon etwas los. Zwei weitere Reisende stellten Ihre Pferde gerade ab. Es waren zwei Altmer. Diese Blickten Kazaaasha stark von oben herab an. Nichts untypisches wenn man es richtig bedachte da er ein Khajiit war. Leider waren die Altmer nur selten zugänglich. Vor allem anderen Völkern gegenüber weshalb es ihn auch nicht weiter kümmerte das Sie diesen gewissen Blick hatten.

Kazaaasha wandte sich von den Elfen ab und zurrte das Zaumzeug von Harmr an dem Balken fest. Während sich sein Pferd daran machte sich das Wasser aus dem Trog schmecken zu lassen ging sein Meister die Treppe nach oben und betrat das Gasthaus. Drinnen herrschte weitgehend Ruhe. Es waren kaum Gäste zugegen von Reisenden ganz zu schweigen. Da es eine absolute Seltenheit war das sich überhaupt wer hier her verirrte. Nicht zu letzt bedingt durch den Krieg zwischen Kaiserreich und Sturmmänteln. Als Kazaaasha den Schankraum betrat blickte Wilhelm, der Wirt, auf den Gast und beäugte diesen etwas misstrauisch. Auch wenn er es sich nicht leisten konnte auch nur einen Gast zu verlieren so war er dennoch vorsichtig. In diesem Augenblick folgten Kazaaasha auch schon die beiden Elfen. Da aber der Khajiit noch in der Tür stand fiel es den Elfen schwer die Taverne zu betreten. Kaum das Sie die breiten Schultern des Khajiit vor dem Gesicht hatten kam auch schon die erste abfällige Behandlung.

Könnt ihr nicht irgendwo anders nutzlos herum stehen?

blaffte und schnaubte der eine Elf. Er trug ein Gewand gemacht für einen Magier am Leib. In diesem Augenblick blickte Kazaaasha nach hinten, beäugte den Elfen und wandte sich wieder ab. Dann ging er weiter und setzte sich auf einen Stuhl am Rand des Gastraumes, nahe der Tür. Er legte ein Bein über das andere und lehnte sich zurück. Dann blickte er in den Gastraum hinein.

Die Elfen gingen, stets die Existenz aller anderen missbilligend, auf den Tresen zu. Sie winkten den Gastwirt herbei und Wilhelm kam auch. Dann begann das Getuschel am Tresen. Wilhelms Blick wurde mit jedem Augenblick der verging immer wütender. Scheinbar stellten die Elfen absonderliche Forderungen so wie es die meisten immer taten. Als es dem Wirt zu bunt wurde stieß er aus:

Hebt euch hinfort, verdammtes Elfen Pack!

Selten war es eine gute und wohlüberlegte Entscheidung Altmer derartig anzufahren. Jedoch war es hier passiert. Natürlich blickte sich jeder andere im Gastraum zum Tresen um. Gepackt von der Situation erhob sich Kazaaasha von seinem Stuhl. Er ging auf den Tresen zu, schloss seine Augen und hob seine rechte Hand. Mit jedem Schritt den er nun tat wurde die Zeit um ihn herum immer langsamer bis Sie schließlich vollständig zum erliegen kam.

Kazaaasha erreichte den Tresen und packte die beiden Elfen. Just in dem Augenblick als er sie gepackt hatte wurden Sie aus der Verlangsamung gerissen. Verwirrt was hier los ist schauten sie sich um. Alle waren wie Stocksteif nur die beiden und der Khajiit waren fähig sich zu bewegen.

Was ist hier los?!

entfuhr es dem Elfen mit dem Magiergewand.

Kazaaashas Blick war kalt und berechnend. Den Elfen wurde bei diesem Anblick immer mulmiger zumute. Gleichsam wie die Angst in den beiden hoch stieg so stieg auch der Zorn, die Wut und der Hass hoch. Angeführt durch die bare Angst das alles um sie herum zu erliegen gekommen war zog der eine Elf einen Dolch aus seiner Scheide die er am Rücken trug.

Gerade als er den Dolch hervor gezogen hatte riss Kazaaasha seinen linken Arm hoch und eine Welle von Magie packte den Elfen ohne das Kazaaasha ihn physisch in seiner Hand hielt. Der Elf schwebte über dem Boden und zappelte mit seinen Beinen.

Telekinese…!

entfuhr es dem Magier der beiden.

Geschockt dadurch das er seinen Kameraden mit Leichtigkeit so derartig außer Gefecht setzen konnte riss der Elf ebenfalls seine Arme nach oben. Er war im Begriff Kazaaasha mit seiner Magie an zu greifen. Die Hand des Elfen schoss nach vorn und es passierte.

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