8. Tag Herzfeuer (Kazaaasha) – Darkness Rising Teil 4

Getrieben davon die Macht weiterer Splitter in sich aufzunehmen machte sich Kazaaasha auf den schnellsten Wege zurück nach Falkenring um dort die losen Enden zu kappen und seine Belohnungen einzufordern. Der Weg war  nicht beschwerlich aber Feinde hatte fand er immer. Dieses mal wurde von Wächtern von Stendarr einem Jägertrupp angegriffen. Sie waren eines von vielen Gruppen die schon gekommen waren um ihn zu töten. Doch auch diese Gruppe biss auf Granit. Einer nach dem anderen wurde von ihm fertig gemacht. Als er den letzten gepackt hatte sah er die Furcht in seinen Augen. Seine Brüder lagen neben ihm auf dem Boden. Sie würden in kürze für Kazaaasha ein kleines Festmahl sein wenn er Ihnen das letzte bisschen Blut aus den Venen saugen würde. Er schaute in die Augen des Wächters. Seine Angst war so groß das er seine Seele freigab. Dort konnte Kazaaasha sehen das er Familie hatte und diese nicht ganz freiwillig verlassen hatte. Eigentlich wollte er nur zu seiner Familie nach Hause. Doch jetzt schien dies nicht mehr möglich zu sein.

Kazaaasha hatte ihn gepackt und gleich würde es zu ende gehen. Auf die eine oder andere Weise. Der Herzschlag des Wächters beschleunigte sich und die Angst stieg noch höher als ohne hin schon. Dies scharfen Augen von Kazaaasha ruhten immer noch auf dem Wächter während dieser schon seine letzten Gebete zu Stendarr sprach. Und dann drückte er den Wächter zu Boden. Jetzt war es aus. Der Wächter kniff die Augen zu und… nichts passierte.

Langsam öffnete er die Augen und blickte in das Antlitz des Vampirs.

Er hatte ihn immer noch gepackt aber Kazaaasha tat nichts. Dann stieß der Wächter aus:

Nun bring es schon zu Ende, Bestie!

Doch er verharrte Still und Leise. Es war fast so als wäre er weggetreten. Wie geistesabwesend. Doch dann gab Kazaaasha von sich:

Geh, verschwinde. Bevor ich es mir anders überlege.

Der Wächter war verdutzt. Warum verschonte er ihn? Das ergab keinen Sinn. Und als der Wächter los rennen wollte sagte Kazaaasha mit seiner rauchigen, tiefen Stimme zu dem Wächter:

Ach… Eines noch. Sollte ich dich je wieder in der Kleidung eines Wächters von Stendarr sehen… Verlierst du deine Seele.

Der Wächter schluckte und war seine Kleidung vom Leib so schnell er konnte.
Kazaaasha hatte sich das Schauspiel angesehen und sagte dann weiter:

Und nimm das hier. Du kannst weder Nackt noch ohne Septime nach Hause zurückkehren.

So warf er ihm einen Beutel mit Münzen und Edelsteinen hin. Daneben warf er noch einige Kleider entsprechend der Statur des Wächters. Der Wächter nahm alles an sich und fragte dann bevor er gehen wollte:

Warum verschonst du mich?

Kazaaasha verharrte wieder ruhig. Doch dieses mal antwortete er schneller als beim letzten mal.

Du hast etwas für das es sich zu leben lohnt. Geh nach Hause zu deiner Familie. Sie ist das einzige was zählt…

Mit diesen Worten wandte er sich ab und ging die Straße weiter nach unten in Richtung Falkenring. Der Wächter stand noch eine Weile an der Straße und lies sich die Worte von Kazaaasha durch den Kopf gehen. Es ist etwas passiert von dem er nie erwartet hätte das es möglich wäre. Ein Vampir hat ihm das Leben geschenkt.

 

Kazaaasha setze seinen Weg fort und erreicht ohne weitere Zwischenfälle das kleine Dorf Falkenring. Nach dem alles erledigt hatte und gerade gehen wollte fiel ihm ein Mann auf der ein Pferd hinter sich her zog.

Es schien so störrisch zu sein weil es einfach nicht gehen wollte. Kazaaasha stand am Zaun und musste sich das ganze ansehen.

Nun komm endlich Harmr. Beweg dich doch!

Der Mann zog und zerrte an den Zügeln des Tieres doch es weigerte sich beharrlich. Dann wendete es seinen Blick auf Kazaaasha. Dieser ging dann zu dem Pferd und legte seine Hand unter den Kopf des Tieres. Dieses gab nach und legte seinen Kopf auf die Hand. Der Mann stand daneben und dachte das er nicht werden würde. Harmr hat sich einem Fremden zugewendet.

Vielleicht solltet ihr dem Tier mehr Zuneigung entgegen bringen?

fragte Kazaaasha den Mann.

Er winkte ab und entgegnete:

Sinnlos. Harmr ist nicht dumm und er weis das ich ihn weg bringen muss. Leider können wir ihn nicht behalten. Er ist wild und ungestüm. Aber das mag ich an ihm. Er verbiegt sich nicht und zeigt das was er wirklich will. Nur leider fehlt uns das notwendig Geld um ihn zu halten.

Kazaaasha schaute auf Harmr und nickte.

Nun gut. Hier nehmt diesen Beutel mit Septimen. Das sollte die Ausgaben bis hier hin wieder wett machen. Dafür nehme ich Harmr mit mir.

Der Mann schaute verdutzt.

Okay…. gut… Danke.

Kazaaasha nahm die Zügel und ging mit Harmr aus der Stadt. Etwas vom Stadttor entfernt legte er beide Hände auf das Pferd und beschwor eine Rüstung aus Blut und Macht. Die Rüstung band sich an das Pferd und sollte fort an bis die Bindung aufgehoben wird sein Panzer sein.

Die Rüstung wiegt nichts um die Leistung des Pferdes nicht zu minimieren. Aber sie schützt als wäre sie aus Stahl gemacht.

So begann die gemeinsame Reise von Harmr und Kazaaasha.

Nach dem die gebundene Deadra Rüstung erschienen war schwang sich Kazaaasha auf den Rücken seines neuen Pferdes und Harmr trabte langsam los. Das Ziel war die Ebene von Weißlauf. Dort hatte sich die letzte Vision manifestiert und dort sollte der nächste Splitter sein.

Der Weg war der selbe wie vorher. Nur das er diesmal nicht in Richtung Flusswald einbiegen wollte sondern weiter in Richtung von Rorikstatt und Kreuzung Reach reiten wollte. Es war der sechste Splitter auf den Kazaaasha nun zu hielt. Bald würde er wieder an Macht gewinnen. Er konnte es schon förmlich schmecken wie die Macht durch seine Adern rann. Es war ein berauschendes Gefühl für Ihn und er kostete es aus so gut er konnte.

Aber er machte sich auch Gedanken. Darüber das er den Wächter verschont hatte. War er weich geworden? Was hatte ihn zurückgehalten und dann noch diese Gnade zeigen lassen. Kazaaasha war ratlos. Alles in ihm schrie. Und alles widersprach sich selbst. Er hegte nur einen Gedanken. Den nächsten Splitter zu absorbieren. Das würde sicher einiges wieder ins Lot bringen. Aber es gab noch mehr worüber er sich Gedanken machen musste. Wenn er diese Welt wirklich ernsthaft erobern wollte brauchte er nicht nur Macht. Er brauchte entweder eine Armee oder ein Gefolge das eine Armee ersetzen könnte. Aber er hatte weder das eine noch das andere wirklich verfügbar.

Außerdem würde es in diesen Kriegszeiten schwer werden eine entsprechende Armee auszuheben. Es mangelt ohne Frage an gleichsam fähigen wie verfügbaren Leuten. Also kam nur das Gefolge in Frage was wirklich fähig ist. Das Gefolge auf zu bauen sollte nicht schwierig sein. Es muss aber ein Ort her an dem die neue Fraktion wachsen und gedeihen kann. Es musste also ein Lager her. Oder etwas entsprechendes gebaut werden. Es gab Probleme über Probleme zu bewältigen wenn er diese Welt wirklich haben wollte.

Während er etwas in Gedanken schwelgte war er in der Ebene von Weißlauf angekommen. Er stand an der besagten Kreuzung zwischen dem Fürstentum Weißlauf, Reach und Falkenring.

Der Splitter… ich fühle ihn nun deutlicher. Im Nordosten. Dort muss ich hin.

Kazaaasha setzte mit Harmr seine Reise fort und ging in Richtung Nordosten. Die Straße war ruhig obwohl es Nacht war. Sonst sind die Straßen um diese Uhrzeit immer am gefährlichsten. Eigentlich war Kazaaasha das gefährlichste was es auf den Straßen geben konnte.

Nach einer scheinbar endlosen Reise erreichte er den Standort des Splitters. Sein Strahl reicht bis in den Himmel. Es wirkte so als würde der Strahl des Splitters versuchen die Neun selbst zu erreichen. Doch Kazaaasha zögerte nicht lang und ging zu dem Splitter. Dieser begann sofort sich mit Ihm zu verbinden. Doch diesmal war die Sache anders. Der Splitter erhob sich von seinem Bett und flog um Kazaaasha herum. Die Energien von ihm und dem Splitter schienen miteinander zu agieren. Auf einander zu reagieren. Es war als würde der Splitter versuchen mit den anderen in ihm zu kommunizieren. Doch die Finsternis in Kazaaasha war gewaltig.

Kazaaasha war verdutzt das es diesmal so unglaublich lang dauerte. Die Energie gingen weiter auf ihn über aber es kostete ihn diesmal wirklich Kraft das Ritual aufrecht zu halten. Es zehrte an seinen Kräften wehrend der Splitter scheinbar unermessliche Reserven zu haben schien. Mit jedem Moment der Verging spürte Kazaaasha wie er schwächer wurde und der Splitter scheinbar immer stärker. Am Rande seiner Wahrnehmung und hin zur Ohnmächtigkeit hätte er schwören können das er im Splitter eine Art Präsenz wahrgenommen hatte. Es war als würde die Präsenz versuchen ihm alle Kraft zu nehmen. Und dann konnte er nicht mehr. Doch aufgeben war für ihn keine Option. Als der Splitter ein weiteres mal vor ihm war packte er ihn und mit letzter Kraft zerdrückte er den Splitter in seiner Hand. Dabei wurde so immens viel Energie freigesetzt das Blitze aus dem Splitter schlugen. Kazaaasha der im Zentrum dessen Stand wurde immer wieder von diesen getroffen. Einer nach dem anderen Schlug in seinen Körper ein und trat wieder aus nur um dieses „Spiel“ erneut zu wiederholen. Als Kazaaasha schließlich nicht mehr konnte der Splitter aber immer noch über gewaltige Reserven verfügte passierte es. Die Welt um ihn verdunkelte sich und er driftete weg.

Er erwachte kurz darauf in einer fremden Umgebung. Alles war dunkel bis auf eines. Am Rande seiner Reichweite stand ein junge. Es war ein Khajiit Junge und er starrte Kazaaasha an. Eine Weile verblieb alles wie es war. Doch dann erhob der Junge seine Stimme gegen ihn.

Was ist aus dir geworden? Warum bist du so?
Weist du überhaupt noch was du dir selbst ein mal geschworen hattest?

Die Worte bohrten sich in den Kopf von Kazaaasha. Sie hallte darin wider und immer wieder kamen Sie zurück. Mit jedem mal wurde der Kopfschmerz den er ohne hin schon verspürte heftiger. Er wurde so heftig das Kazaaasha außer sich vor Wut war. Ihm entglitt jegliche Beherrschung und er begann so heftig mit seiner Klinge um sich zu schlagen das er den Jungen traf. Aber… er stand nach wie vor.

Der Junge schaute an sich nach unten und sagte:

Du kannst mich nicht töten!

Wieder wurde der Kopfschmerz heftiger und die Wut von Kazaaasha stieg noch weiter.

Was willst du von mir?!

fragte er Wutentbrannt.

Das weist du ganz genau!

schrie der Junge.

Die Schmerzen die Kazaaasha empfand wurden immer schlimmer und heftiger. Noch nie hatte er so etwas gespürt. Sein Problem war das der junge kein erkennbares Gesicht hatte. Es war wie verzerrt. So als könnte er es nicht sehen weil er es nicht wollte oder nicht mehr wusste.

Doch wieder schrie der Junge:

Tu es! Sag es! Du weist was ich von dir will!

Doch wieder krümmte sich Kazaaasha vor Schmerzen. Es trieb ihn soweit das er vollständig die Beherrschung verlor. Als das geschah manifestierte sich die Dunkelheit um ihn herum. Sie wurde zu einer Art Waffe und als Sie sich vervollständigt hatte entlud sie sich in einer verheerenden Explosion.

Die Folge dessen war das dieses bizarre Reich in sich zusammen fiel. Doch die Gestalt des Jungen gab nicht auf. Sie schrie wieder:

Du weist weswegen wir uns hier treffen!
Du weist es! SAG ES!

Die Stimme versiegte kurz während sich diese Welt aufzulösen begann und Kazaaasha hegte schon die Hoffnung das er nun Ruhe haben würde doch dann..

DU wirst mich nicht los! Ich bin ein Teil von dir!

stieß der Junge aus. Seine Stimme war so dunkel und Zorn zerfressen das es klang wie ein Donnergrollen das durch die Luft zog. Jedes Wort war wie ein immenser Schlag. Wie ein Schlag auf einen Amboss.
Und als sich die Welt fast aufgelöst hatte erschien die Vision einer Kreatur mit Schwingen. Sie war zaghaft und recht klein. Aber die Schwingen waren imposant. Doch mit der Welt verschwand auch diese Vision.

Erschöpft fiel Kazaaasha zu Boden und blickte in die Sterne am Himmelszelt. Seine Gedanken waren konfuser als es jemals der Fall war. Das was er gerade erlebt hatte war ihm noch nie widerfahren. Und so blieb er erschöpft auf dem Rücken liegen während es um ihn herum dunkel ward.

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