Abenteuer: Das Ödsturzhügelgrab

Vorwort

Ich weise ausdrücklich daraufhin das der Nachfolgende Inhalt möglicherweise nicht für Kinder & Jugendliche unter 18 Jahren geeignet sein kann / könnte!

Prolog

Das Ödsturhügelgrab wurde noch vor den Drachenkriegen erbaut. Es war die finstere Zeit in der die Drachen die Welt regierten. Ihre Untergebenen die Drachenpriester stellten in ihrem Namen gewaltige Armeen auf. Sie waren ihren hörig und folgten stets dem Ruf der Drachen. In dieser Zeit wurden den Drachen und vor allem ihren Priester als direkte Diener große Denkmäler und noch gewaltigere Grabmäler gebaut. Das Ödsturzhügelgrab ist aber eines der größten und beeindruckendsten die es gibt.

Dieses Grabmal wurde, zu seiner Zeit, erbaut um etwas zu beschützen. Denn die Legende besagt:

„Wer immer den Stein besitzt, besitzt die Karte.
Die Karte führt ihren Träger an unsere heiligsten Orte.
Kein Sterblicher der sich gegen uns stellt darf diese heiligen Orte je betreten.
Selbst wenn er sie schauen sollte so wird ihm die Wahre Bedeutung nur mit der Karte zu teil.
Und so geben wir sie in die Obhut unserer Diener. 
Jener die sich um uns verdient gemacht haben.
Und sie sollen sie auf ewig bewachen.
Auch im Tode nicht ruhend da ihre Ewige Pflicht noch nicht erfüllt ist.
Erst wenn ER diese Pflicht als erfüllt sieht sollen ihre Gebeine Ruhe finden.“

Die Anlage des Grabes erstreckt sich über einen Großteil des Berges. Der Äußere Bereich war früher ein Ort an dem viele Zeremonien abgehalten wurden.

Ankunft am Berg

Tagebucheintrag: 
Middas, 20. Letzte Saat im Jahre 201 der 4. Ära

Heute Morgen war ich bereit mich auf den Weg zu machen. Das der Berg von hier aus schon recht bedrohlich aussah änderte nichts an meinem Entschluss. Ich war mir bewusst das es schwer werden würde.
Aber ich wollte es tun. Ich war bereit. Oder zumindest hoffte ich es. Camilla Valerius hatte mir den Weg nach oben gezeigt. Nun war es an mir diesen zu gehen. 

Ich machte mich auf und lies die Brücke und Flusswald hinter mir. Es war das erste mal das ich ein solches Unterfangen begehen würde. Sollte ich es überleben werde ich sicher darüber singen & schreiben. Vielleicht werde ich zu einer Legende was dieses Unterfangen angeht?
Das wäre vielleicht etwas zu viel verlangt. Vermute ich. Aber träumen wird man dürfen.

Camilla erwähnte auch das es einen Wachturm gibt. Außerdem weis ich durch Camilla und Lucan, ihren Bruder, das sich hier oben Banditen aufhalten. Also war ich schon auf einen Fakt vorbereitet. Ich würde kämpfen müssen. Außerdem machte Camilla noch eine Andeutung. Sie sprach davon das in diesem Grab noch mehr als nur Banditen hausen würde. Sie sagte zwar nicht was sie genau meint aber ich denke ich sollte mit allem rechnen was man sich vorstellen kann.

Ji’inna hatte die Brücke schon hinter sich gelassen und war dem leicht gewunden Pfad nach oben gegangen. Sie bog um eine Kurve und erblickte, von weitem schon, den besagten Wachturm. Als sie näher kam erkannte sie einen der Banditen. Er lehnte an einem Baum der direkt vor dem Zugang zum Turm stand. Instinktiv drückte sie sich nach unten um weniger aufsehen zu erregen. Sie konnte zwar diesen Banditen sehen war sich aber sicher das es noch mehr als diesen geben musste. Sie griff nach ihrem Bogen und nahm einen Pfeil aus ihrem Köcher. Sie legte den Pfeil an und hob den Bogen – zielte auf den Banditen am Baum.

Sie hielt für einen Moment die Luft an. Währenddessen wurde die Welt, scheinbar, etwas langsamer. Sie atmete aus und der Pfeil flog. Als sie die Augen öffnete sah sie wie der Bandit getroffen wurde. Der Pfeil durchbohrte seinen Kopf. Der Bandit wurde durch den Pfeil an den Baum genagelt. Als seine Kameradin aus dem Turm kam und ihn so vor fand zog sie ihre Waffe. Sie richtet den Blick auf den Pfeil und folgte diesem so gut sie konnte. Gedeckt durch die Bäume kauerte Ji’inna im Dickicht und legte einen weiteren Pfeil an. 

Die Banditin stapfte los und suchte nach dem Angreifer oder die Angreiferin. 

>>Es wird euch leid tun das ihr das getan habt!

Wenn ich euch finde dann…<<

Ihr Satz endete als sie von einem Gefühl der schwere übermannt wurde. Dann wurde es warm an ihrem Bauch. Als sie den Blick nach unten richtete sah sie einen Pfeil in ihrer Brust stecken. Der Pfeil war so gut geschossen wurden das er ihr Herz getroffen hatte. Der Schock sorgte zwar dafür das sie nichts spürte doch sie wusste das es nun vorbei war. Als sich Ji’inna auf den Weg machte war die Banditen schon ihrer Verletzung erlegen.

„Hier scheint niemand weiter zu sein. Doch ich werde erst noch den Turm durchsuchen. Sicher ist sicher. Ich will niemanden, unerwartet, in meinem Rücken haben.“ – dachte sie sich und ging den Turm hinauf.

Sie ging die erste Treppe hinauf und erreichte einen Anbau. Wie es aussieht war der Turm schon so alt gewesen das die damalige Treppe weggebrochen war. Die Banditen hatte hier eine provisorische Lösung mit einigen Brettern gebaut. Sie erreichte die obere Ebene und lehnte sich an die Wand. Dann blickte sie vorsichtig um die Ecke. Aus ihrem Winkel heraus konnte sie eine Gestalt sehen. Sie lief gerade eine weitere Treppe nach unten und kam direkt auf Ji’inna zu.

„Wo sind denn nur diese beiden Idioten?! Wir waren uns doch einig das wir uns hier treffen würden. Sie sollte hoch kommen wenn es unten keine Problem gibt!“ – dachte sich der Bandit.

Er lief auf den Durchgang zu und wollte gerade um die Ecke biegen als Ji’inna sich den Arm des Banditen griff. Mit einem gekonnten Schwung hatte sie den Banditen vor gezogen und den Turm nach unten befördert. Er fiel einige Meter, bis zum Fuß des Turms. Von ihrer Position aus konnte Ji’inna hören wie das Rückgrad des Banditen unter der Wucht des Aufpralls, auf einigen Felsen, nachgab.

Sie klopfte sich die Hände ab und betrat den Turm. Aus reiner Neugier stieg sie die letzte Stufen nach oben. Dort fand sie eine kleine Kiste. In ihr hatten die Banditen einige kleine Habseligkeiten aufbewahrt. 

„Eine kleine Beute für mich als Belohnung dafür das ich diese Banditen ausgeschaltet habe.“ – dachte sie sich.

Sie steckte den kleinen Beutel mit Septimen in ihre Tasche. Außerdem fand sie in der Truhe noch einige Edelsteine die ebenfalls den Besitzer wechselten. Als sie aus der Truhe alles wertvolle genommen hatte lies sie den Deckel wieder nach unten gleiten. Dann setzte Sie ihren Weg nach oben fort. Sie nahm weiter den Weg in Richtung Norden und bog um die, von Camilla, beschriebene Kurve. 

Der sich ihr bietende Blick war atemberaubend. Das Ödsturzhügelgrab lag vor ihr. Auch wenn es zu einem Großteil von Schnee und Eis bedeckt war so war dieser Anblick doch sehr majestätisch. 

„Es ist eine Schande das diese Mieslinge diese Grabmal entweihen. Ich bin zwar keine Archäologin doch eines ist sicher. Diese Trampel werden sicherlich das eine oder andere demolieren mit ihrer tollpatschigen Anwesenheit. Ich muss dem ein Ende setzen, fürchte ich!“

Mit diesen Gedanken schlich Ji’inna weiter in Richtung des Grabes. Sie verließ den Weg mit einem leichten Schwung in Richtung der rechten Seite. Sie erreichte das Grabmal am hinteren Punkt. Sie erblickte eine Mauer die sie von einer Schneewehe aus gut erreichen konnte. Sie ging an der Mauer in Position und zog sich nach oben. Oben angekommen schlich sie weiter in Richtung des großen Platzes vor dem Grabmal. Sie spähte leicht um die Ecke und erblickte gleich zwei Banditen die sich, auf dem großen Platz, unterhielten. Sie nahm wieder ihren Bogen und legte zwei Pfeile an. Sie zielte zwischen den beiden hindurch. Sie schloss die Augen und atmete aus. Kaum das sie die Augen geöffnete hatte wurden die beiden von den Pfeilen getroffen. Der erste Bandit ging leblos zu Boden. Der zweite hatte etwas mehr Glück gehabt. Der Pfeil traf ihn zwar an der Brust und blieb stecken jedoch hatten die Muskeln den Pfeil abgelenkt so das er leicht daneben ging. 

>>Hier ist jemand! Wir haben einen Mann verloren!<<

brüllte der Überlebende Bandit. Eilige verstaute Ji’inna ihren Bogen und griff sich ein Messer aus ihrer Tasche. Dann sprang sie hervor und warf das Messer gerade aus. Vor ihr kam, in diesem Moment, eine Banditin angelaufen. Sie hatte Ji’inna nicht wahrgenommen doch das Messer traf sie. Das Messer durchstieß ihren Kopf und sie brach auf der Treppe zusammen. Ji’inna duckte sich als ein Pfeil direkt vor ihrem Kopf auf der Wand auf schlug. Mit einem spähenden Blick in Richtung des Platzes sah sie auch den Angreifer. Ein Dunmer hatte schon wieder einen Pfeil angelegt als sie wieder ihren Kopf weg zog. Und weider schlug der Pfeil auf der Wand auf.

>>So ein Mist!<<

stieß der Bandit aus und eilte seinem getroffenen Kameraden zu Hilfe. Dieser lag in einer Lache aus seinem Blut und dem seines Kameraden.

>>Finde diese Hure und bring sie zu mir! Ich will ihr den Hals aufschlitzen!<<

fauchte der Bandit mit dem Pfeil in der Brust.

>>Okay ich werde…<<

Noch bevor der Bandit auch nur den Satz beenden konnte rammte ihn Ji’inna ihr Dai-Katana in den Bauch. Mit einem Streich zog sie die Klinge heraus und der Dunmer krachte zu Boden.

>>Du elendes Katzenbiest! Ich werde dich ausweiden und verrecken lassen! GANZ langsam!<<

stieß der Bandit wieder aus.

Ji’inna griff sich seine Haare und legte ihre Axt an seinen Hals.

>>Plaudern wir ein bisschen bis es soweit ist, oder?<<

>Was willst du?<<

>>Das du Bastard mir sagst was ihr hier wollt.<<

>>Vergiss es! Lieber sterbe ich als dir auch nur ein Wort zu sagen.<<

>>Falsche Antwort, mein Freund.<<

sagte Ji’inna harsch und schlug seinen Kopf auf den Boden.

>>Versuchen wir es nochmal, ja? Was wollt ihr hier?<<

Statt einer Antwort spuckte er Ji’inna ins Gesicht.

>>Hier hast du meine Antwort… Schlampe.<<

Ji’inna erhob sich und wischte sich das Gesicht ab. Dann griff sie zu etwas mit dem der Bandit nicht gerechnet hatte. Ji’inna hob ihren linken Arm und dieser wurde von einer finsteren Aura umgeben. Sie richtete ihren Arm auf den Banditen und drang in seine Gedanken ein. Dort durchforstete sie jeden Winkel auf der Suche nach der Antwort. 

Sie fand einige Hinweise aber nichts was ihr richtig weiter half. Nur das ein Dunmer mit dem Namen Arvel der Flinke seine Gruppe angeheuert hatte ihn zum und in das Grabmal zu begleiten.

Ji’inna riss ihren Arm beiseite und lies von dem Banditen ab.

>>Du Biest! Lass meine Gedanken in Ruhe!<<

zischte der Bandit. Sie beendete sein Leben und schlug ihre Axt in seinen Schädel.

„Was für eine Verschwendung von Leben. Nur weil sie ‚die schnelle Münze‘ machen wollten.“

Mit diesem Gedanken erhob sich Ji’inna und blickte auf die große Flügeltür das Grabmals.

„Es wird noch mehr Banditen geben. Ich hoffe das meine Fähigkeiten mich nicht im Stich lassen werden. Es wird Zeit auf zu brechen.“

Und dann drückte Ji’inna die Flügeltür auf und ging in das Grabmal hinein.
Sie trat durch den Torbogen und lief schnellen Schrittes um einen Ecke hinter einen Stein. Sie bog um den Stein herum und bemerkte sofort eine Wache der Banditen. Ji’inna schlich langsam hinter diese Wache und kam ihr näher. Dann legte sie schlagartig ihren linken Arm an den Hals und den rechten ins Genick. Mit einem festen und schnellen Ruck brach sie dem Banditen das Genick. Dann lies sie ihn langsam zu Boden gleiten. Keiner der anderen Anwesenden hatte etwas gemerkt. Sie ging weiter und nahm ihren Bogen. Sie legte wieder einen Pfeil an und schoss. Der erste Bandit am Feuer fiel zu Boden. Sein Kamerad war bestürzt darüber zog aber so gleich seine Waffe und rannte los. Doch bevor er sah woher der Angriff kam lag auch er am Boden. Ein Pfeil hatte seine Brust durchbohrt und sein Leben beendet. 

Nachtrag:

Ich habe die Banditen am Eingang, dem großen Platz vor dem Grab, als auch im inneren beim Eingang getötet. Es war zwar nicht ganz einfach aber es ist alles gut gegangen. Ich stehe hier in dem ersten Raum des Grabes und bewundere die Architektur die damals schon sehr ausgefeilt war. Auch wenn es hier kaum Ornamente oder andere Verzierungen gibt ist dieser Raum dennoch beeindruckend. Das Grabmals wurde in den Felsen hinein geschlagen und bot damals eine gute Grundlage. Sie hat die Jahrhunderte überdauert. Ich bin gespannt was ich noch so finden werde.

Ji’inna packte ihr Tagebuch bei Seite und schaute sich um. Sie stand an dem Lagerfeuer das die Banditen gemacht hatten. Sie hatten an so ziemlich alles gedacht. Nur nicht daran das sie angegriffen werden könnten. Es gab nur einen Weg der weiter hinein in das Grabmal führte. Offenbar hatten die Banditen Fackeln benutzt weil unten kein Licht zu sehen war. Oder waren es die letzten gewesen? Aber was wollten sie dann hier? Und wo war dieser Arvel?

Da es in dem folgenden Gang sehr dunkel war setzte Ji’inna ihre Magie ein. Sie nutzte die Fähigkeiten der Schule der Veränderung um ein Licht zu weben und an ihre Magicka zu binden. Dank diesem Licht konnte sie nun etwas sehen als sie den Gang betrat. Sie folgte diesem nach unten und stieß auf einige alte Altäre. Scheinbar wurden hier schon die Toten auf ihre Reise geschickt. Sie folgte den gewundenen Gängen weiter und nach einer Weile erreichte sie eine Treppe. Am Fuße der Treppe lag ein größere Raum und ein Bandit mit einer Fackel. Sie schlich voran und zog ein Messer. Sie verharrte kurz bis der Bandit wieder zu sehen war und warf das Messer. Ihr Wurf war so gut das der Bandit getroffen wurde und durch die Wucht noch einige Meter rutschte. Das Messer steckte in seinem Schädel als Ji’inna dieses wieder heraus zog.

Der Raum war versperrt. Ein Gitter verhinderte das voran kommen. Sie schaute sich den Raum an. Zu Ihrer linken hatte sie drei kleinere Säulen. Sie waren mit Symbolen geschmückt. Adler, Schlange, Fisch.

Sie wendete ihren Blick in Richtung des Gitters. Dabei fiel ihr eine Steinplatte auf. Auf ihr war das Symbol für die Schlange. Dann richtete sie den Blick nach oben. Zwei weitere Steinplatten. Dann war es klar. Sie richtete die Steine so aus das die Säulen mit den Platten übereinstimmten. Dann betätigte sie den Hebel. Für einen kurzen Moment herrschte Ruhe und dann hob sich das Gitter.

„Diese Hürde habe ich genommen. Ich frage mich immer noch was noch auf mich zu kommen wird. Bis jetzt war es einfach aber auch gefährlich. Jede Ecke um die ich biege könnte eine Falle sein.“

Ji’inna ging es in Gedanken durch. Ihre Vorräte waren zu dem auch noch begrenzt. Doch Aufgeben kam für sie noch nie in Frage. Überall im Grabmal fanden sich Hinweise darauf das sie hier nicht die erste war.

„Die Banditen sind ganz schön weit vorgedrungen. Sie haben einiges angefasst. Keine Ahnung was sie alles aus dem Grabmal gestohlen haben und für sich beanspruchen. Eine wahre Schande ist das.“

Sie folgte dem Weg nach unten und erreichte, nach dem Sie einige Skeever fertig gemacht hatte, einen weiteren kleinen Raum. Vor ihr Stand ein alter Tisch. Und einige Regale standen an der Wand. Alles hier lies auf Mumifizierung schließen. Die Vorbereitung der Toten auf das Leben in der Nachwelt. Der Raum ging über in einen weiteren Gang der tiefer in das Grab hinein führte. Ji’inna folgte dem Weg und kam an einen weiteren Raum heran. Der Torbogen war von Spinnweben bedeckt und in diesem Raum hörte sie eine Stimme. Sie durchtrennte die Weben mit ihrem Dai-Katana und ging hinein. Vor ihr, ebenfalls in Spinnweben gehüllt, befand sich ein Dunmer.

„Das muss Arvel sein.“

Sie ging auf ihn zu und schaute ihn genau an.

>>Holt mich hier runter!<<

verlangte der Dunmer.

>>Dann seid ihr Arvel, richtig?<<

>>Ja so ist es. Aber holt mich endlich hier runter!<<

Während sie mit Arvel sprach seilte sich die Frostbissspinne von oben ab. Sie landete sanft wie eine Feder auf dem Boden und hob ihre Tentakel nach oben und stürzte sich auf ihre Beute. Ji’inna wurde von der Spinne getroffen und sie verbiss sich in ihren Hals. Sie schoss soviel Gift wie sie nur konnte in Ji’inna hinein.

>>Bei den Neun! Nein!<<

entfuhr es Arvel der nicht glauben konnte was er da sah. Er wusste das er nun der nächste sein würde. Das die Frostbissspinne nun ihn auffressen würde. 
Ji’inna fiel zu Boden und die Spinne lies von ihr ab. Sie zitterte am ganzen Körper.

Nun krabbelte die Spinne auf Arvel zu. Sie sabberte und lechzte nach ihm. Und als sie ihm ihr Gesicht in seines drückte wollte sie ihn beißen. So öffnete sie ihr Maul und Arvel schloss seine Augen, voller Angst.

„Das wars dann jetzt!“

dachte Arvel doch plötzlich zuckte die Spinne zurück. Sie schrie und geiferte noch mehr als vorher. Sie zitterte und kreischte. Stieß einen Markerschütternden Schrei nach dem anderen aus. Sie wand sich und schließlich brach sie zusammen. Ihre Beine zuckten noch als Ji’inna von hinten über sie sprang. Mit einem Satz landete sie auf dem Rücken der Kreatur und mit einem weiteren Satz sprang sie vom Rücken aus nach oben. Ihr Dai-Katana fest in den Händen rammte sie es der Spinne in den Kopf. Das grüne Blut dieses Monsters spritzte heraus und Arvel ins Gesicht. Dieser öffnete wieder die Augen und sah was geschehen war.

Ji’inna zog ihre Klinge aus dem Kopf der Bestie und schüttelte das Blut ab. Sie ging auf Arvel zu und hielt ihm die Klinge unter seine Nase.

>>So, Arvel. Nun reden wir Klartext!

Ein Funkeln zog durch Ihre Augen als sie das sagte.

>>Aber… was war das?! Ich habe euch sterben sehen!<<

>>Nein. Ich stehe hier vor euch. Und nun werdet ihr mir Antworten.<<

Arvel nickte, begriff aber immer noch nicht was hier vor sich ging. Wie konnte die Khajiit noch leben obwohl die Spinne sie mit Gift voll gepumpt hatte.

>>Was sucht ihr hier?<<

>>Ich… äh…

>>Hört schon endlich auf zu stammeln.<<

sagte Ji“inna und drückte ihm noch mehr die Klinge unter die Nase.

>>Ich bin hinter dem Schatz her der hier versteckt ist. Die Nord sollen einen uralte Macht hier eingeschlossen haben.<<

Ji’inna nahm die Worte des Dunmer auf. Eine uralte Macht. Sie konnte damit nichts anfangen begann aber damit abzuwägen was passieren könnte. 

>>Welche Macht soll das sein?<<

>>Ich weis es nicht. Es gibt nur Gerüchte die ich gehört habe. Das ist alles was ich euch sagen kann. Und das es einen riesigen Schatz geben soll.<<

Ji’inna wägte wieder die Worte des verschlagenen Dunmer ab und senkte dann ihre Klinge. Es vergingen einige Sekunden bevor sie, mit einem gekonnten Streich, Arvel herunter Schnitt.

„Jetzt wird er gleich davon laufen…“

Arvel landete mit seinen Füßen wieder auf dem Boden. Kaum das er unten war rannte er schon los. Hinein in den dunklen Gang.

„Eine uralte Macht. Ein Schatz. Ich habe Legenden gehört. Darüber das die Drachenpriester, wie sie damals genannt wurden, begraben wurden und mit ihnen uralte Kräfte. Soll das wirklich stimmen?“

überlegte Ji’inna einen Augenblick lang. Dann zerrissen die Schreie von Arvel plötzlich die Stille des Grabes. Für einen Moment. Und dann kehrte wieder Ruhe ein.

Ji’inna griff ihre Äxte und ging voran. Den Schreien des Dunmer folgend ging sie in die absolute Dunkelheit des Grabmales hinein. Sie folgten dem Gang durch einige Räume und erreichte eine Krypta. Dort wurde sie schon erwartet. Ein Untoter kam auf sie zu. Ihre Äxt fest in ihren Händen wehrte Sie den Angriff der Kreatur mit der linken Axt ab. Die rechte Axt trieb sie dem Angreifer in den Kopf. Von rechts kam aber schon ein weiterer an geschlurft. Er riss seine Waffe in die Höhe und wollte zu schlagen als er eine Axt im Schädel stecken hatte. Ji’inna hatte die linke Axt geworfen und so den Angriff vereitelt. Als der letzte Angreifer kam schlug sie ihm die Axt durch die Beine und beendete sein Unleben in dem Sie ihm die Axt durch den Schädel trieb.

„Dann stimmt es also. Die Toten in den Hallen der Nord wandeln. Auch das hielt ich für eine Geschichte. Doch auch hier scheint es als wäre ein Körnchen Wahrheit dran. Das heißt das ich ab jetzt noch mehr aufpassen muss.“

Ji’inna zog die Äxt aus den Köpfen der Draugr. Sie stand in einer größeren Krypta. Hier, in den Nischen der Wände, wurden damals die Gefolgsleute der Drachenpriester oder ihrer Krieger begraben. Sie wurden mumifiziert und zur Ruhe gelegt.

„Wenn ich das richtig gehört habe dann wurden die Gefolgsleute der Krieger und Priester mit begraben. Wenn aber der Krieger oder Priester starb wurden all seine Gefolgsleute ebenfalls getötet. Ob Mann, Frau oder Kind. Es spielte keine Rolle. Wenn der vermeintliche Anführer starb folgte ihm sein Gefolge. Es war grausam. Wenn ich mich recht entsinne stand etwas darüber in einem Buch. 

Alles das passierte zu der Zeit als die Drachen die Welt regierten. So hielten sie die Population der Menschen im Zaum. Wie sie es nennen würden… oder hatten.

Damit die niederen nicht aufbegehren würden…“

Ji’inna ging weiter und fand die Leiche von Arvel. Er wurde offensichtlich von den Draugrn erschlagen. Eine Klinge steckte noch in seinem Rücken. Er hatte viel Blut verloren. Die Klinge war alt und rostig. 

„Selbst wenn er den Angriff überlebt hätte wäre er an einer Blutvergiftung gestorben…“

stellte Ji’inna fest. In seinen Taschen fand sie das Tagebuch und die goldene Klaue. Sie betrachtete diese genauer. Auf der Unterseite fanden sich drei Symbole.

„Diese Symbole sind offenbar eine Kombination. Wahrscheinlich kann ich damit eine Tür öffnen.“

Ji’inna erhob sich von der Leiche des Dunmer und ging weiter. Auf ihrem Weg durch einige weitere Teile der Krypta erschlug sie Draugr um Draugr. Jeder fiel zu Boden. Keiner konnte mit den gewitzten Taktiken der Bardin mit halten. Und dann kam sie einer kleineren Kammer immer näher. Sie konnte schon das plätschern von Wasser hören.

Sie erreichte die Kammer und sah es. Das Grabmal war noch weit größer als man erahnen konnte. Es wurde so in den Berg hinein gehauen das selbst Flüsse und natürliche Gegebenheiten mit genommen wurden. Sie wurden mit in das Grab eingearbeitet. Sie folgte dem Weg weiter bis zu einer großen Tür. Der Draugr der die Tür bewachte war anders. Er war stärker. Doch auch er fiel ihren Kampftaktiken zum Opfer. Sie ging auf die Tür zu und spürte etwas. Hinter ihr lag etwas uraltes. Mächtiges.

„Ich scheine ihr näher zu kommen.“

dachte sie sich während sie die Tür aufdrückte. Sie ging weiter dem Weg entlang und erreichte schon kurz darauf die große Kammer. In ihr befanden sich wieder einige Draugr doch die waren kein Problem. Mit der Hilfe ihres Vertrauten Gefährten fiel ihnen einer nach dem anderen zum Opfer. Schließlich stand sie vor der großen Tür. Sie war mit den gleichen Symbolen geschmückt wie die Klaue. Es musste die Tür zur zentralen Kammer sein. Sie berührte die Kreise und fühlte des Relief des Steines. Ji’inna drückte leicht gegen die Kreise und sie ließen sich Problemlos drehen. 

„Auch wenn dieser Mechanismus schon uralt zu sein scheint so ist er dennoch gut erhalten. Damit wird der Zugang zur zentralen Kammer freigelegt. Ich bin gespannt was mich hier erwartet.

Und mit dem was nun folgte war nicht zu rechnen. Die zentrale Kammer war eine riesige Höhle innerhalb des Berges. Sie war mit natürlichen Flüssen bzw. Wasserfällen durchzogen. Von weitem konnte man schon eine Art Altar oder Wand erkennen. Und auch ein einziges Grab.

Ji’inna schritt weiter voran und näherte sich einer Brücke. Bei der Brücke überkam sie ein Gefühl. Es war stark, uralt und mächtig. Dieses Gefühl drohte sie zu übermannen und sie kämpfte dagegen an. Doch es war so als würde ihr Körper nicht auf sie hören wollen. Sie machte einen Schritt nach dem anderen. Ohne das sie es wollte. Sie schritt die Treppen hin auf. Gegen ihren Willen. Und als sie oben angekommen war schritt sie weiter in Richtung der Wand. Sie wurde von ihr angezogen. Diese uralte Kraft war so stark das ein Ankommen gegen diese Kraft nicht möglich war. Sie kam der Wand immer näher bis sie vor ihr stand. Dann durchfuhr sie ein Schmerz und sie legte Ihre Hände auf der Wand ab. Auf der Wand gab es mannigfaltige Schriftzeichen. Sie wirkten wie Keilschrift der frühen Nordära. Der Schmerz wurde heftiger und dann sah sie Bilder. Sie sah Bilder eines Kampfes. Eine einzelne Person kämpfte gegen einen Drachen. Der Drachen spuckte Feuer und der Mensch tat es dem Drachen gleich.

Am Höhepunkt dieser Bilder wurde sie erlöst. Die Kraft lies nach und sie sank zu Boden. Doch das weilte nicht für lang. Denn im Sarkophag, hinter ihr, begann sich Leben zu regen. Der Draugr der hier Wache hielt erwachte und zerschlug die Platte seines Gefängnisses.

Er erhob sich aus seinem Grab und Ji’inna stand, unter Schmerzen, auf.

„Das wird gleich heftig werden…“

Der Draugr griff seine Klinge die im Sarg lag und rannte auf Ji’inna zu. Mit einer nach oben gerissenen Klinge stürmte er in Richtung der Wand. Ji’inna schaffte es gerade so sich auf den Beinen zu halten als der Draugr bei ihr war. Mit aller Kraft schaffte es sie dem Schlag auszuweichen. Sie griff währenddessen in ihre kleine Tasche und holte einen Trank heraus. Sie schluckte ihn und kurz darauf ging es ihr besser.

Wieder kam der Draugr auf sie zu und griff an. Doch dieses mal schleuderte Ji’inna ihm die Axt entgegen. Leider war der Draugr in der Lage gewesen diesen Angriff abzuwehren und rannte weiter auf sie zu. Sie griff ihr Dai-Katana und wehrte den Angriff des Draugrs ab. Er nahm seine Klinge wieder und zog durch. Ji’inna schaffte es ihr Dai-Katana vor sich zu positionieren und so den Angriff nochmals abzuwehren. Doch der Draugr lies nicht locker. Auch wenn er durch die Verteidigung etwas zurück geworfen wurde machte er weiter.

Ji’inna wich zurück und riss ihr Schwert nach vorn. Dann stürmte sie auf den Draugr zu. Sie lies sich fallen und rutschte unter dem Druagr durch während sie ihm die Klinge in den Bauch rammte. Sie rutschte zwischen seinen Beinen durch und griff ihre Axt. Sie erhob sich und der Draugr rammte seiner seits die Klinge in Ihren Bauch. Getroffen durch den Stoß des Draugrs taumelte Ji’inna zurück. Sie landete an der Wand von der sie zu vor Angezogen wurde. Die Klinge steckte in ihrem Bauch und vergiftete sie langsam von innen heraus.

„Oh… Mann… das ist gar nicht gut…“

Sie prallte auf die Wand und spuckte Blut aus ihrem Mund. Dann rutschte sie, an der Wand, nach unten. Das Blut verteilte sich auf der Wand während sie nach unten glitt. Der Draugr erhob sich langsam und ging auf Sie zu. Das Blut lief ihr aus der Wunde und der Draugr hatte sie erreicht. Er zog die Klinge aus ihr heraus und sie verzerrte ihr Gesicht durch den Schmerz den Ji’inna erduldete.

Das Blut lief noch an der Klinge nach unten während der Draugr ausholte. Ein letzter Angriff sollte  es werden. Ein letzter Hieb seinen Feind… Feindin zu vernichten. Also holte er aus. Seine Klinge zischte durch die Luft nach oben. Während dessen begann die Wand, hinter Ji’inna zu leuchten und ein wohliges Gefühl machte sich in ihre breit. Sie war erfüllt von Ruhe und Geborgenheit. Alles war so vertraut und alles schien gut zu sein.

Als sie oben angekommen war lies er sie mit voller Wucht nach unten rasen und traf auf Ji’inna. Als sich der Staub, welchen der Draugr aufgewirbelt hatte, zu legen begann sah der Draugr auf die Wand. Sie leuchtete so kräftig das es schon fast blendete. Und dann blickte er auf Ji’inna. Die Klinge hatte sie zwar getroffen doch war sie nicht in sie eingedrungen. Ji’inna öffnete die Augen und drückte den Draugr weg. Mit einem streichen Ihrer Hand wurde dieser zurückgeschleudert. Er krachte gegen den Sarg und dieser zersprang in dutzende Teile. Dann erhob sie sich. Ihre Haut hatte sich vor dem Angriff verhärtet und wirkte nun schuppig. Sie nahm die Klinge des Draugrs und warf diese bei Seite. Nun ging sie auf den Draugr los der sich gerade wieder erhob. Mit ihren bloßen Krallen fiel sie über den Draugr her und zerfetzte seinen Körper bis nichts mehr von ihm übrig war. Als sich die Rage gelegt hatte war Ji’inna wieder normal. Die Wunde war verschwunden. Nur noch das Blut auf ihrer Kleidung zeugte davon das sie getroffen wurde. 

Etwas hatte sich verändert, nach dem sie die Wand berührt hatte. Von diesem Augenblick an war etwas anders an ihr. Sie war nicht mehr die Bardin die sie einst war.

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