Tourentagebuch – Dienstag 22.05.2018 – Erfurt

Adrian hatte mich für den Job ausgewählt. Er hatte nicht nur einen eigenen Fuhrpark auf den er zurückgriff sonder er nutzte auch die Engpässe bei Firmen entsprechend. Viele hatte zwar Maschinen aber keine Fahrer die sie lenken konnten.

Diesen Engpass wusste Adrian zu überbrücken. Am morgen kam er zu mir als ich gerade die Zentrale betreten hatte. Er drückte mir direkt ein Handy in die Hand und sagte mir das er einen Job für mich hätte.

Ein für ihn wichtiger Neukunde hatte Ladung zu fahren aber keinen Fahrer. Einige waren erkrankt und anderen waren im Urlaub. Also brauchte er dringend Aushilfe. Adrian gab mir alle Infos und fuhr mich dann zu dem Unternehmer.

Auf dem Weg dorthin erklärte er mir wie es zusammenhing und was der Unternehmer gefahren brauchte. Es waren zwar nur Baumstämme doch die reibungslose und pünktliche Lieferung würde Adrian eine gute Reputation einbringen. Wir erreichten das Gewerbe des Kunden, etwas am Stadtrand von Leipzig. Ein großes Holzunternehmen hatte meine Arbeitskraft bei Adrian eingekauft. Als wir ankamen wurden wir auch schon sehnsüchtig vom Betreiber erwartet. Schnell waren die Details erklärt und er händigte mir Schlüssel und Zulassung aus. Meine Reise konnte beginnen.

Mein Reiseziel war Erfurt und meine Maschine ein Mercedes Actros.

Alles beladen – bereit zur Abfahrt.

Meine Route war meine Sache. Nur die pünktliche Lieferung war wichtig.
Das sollte kein Problem darstellen. Von hier aus auf die A9 und Richtung Nürnberg bis zum Kreuz dann Richtung Erfurt. Keine Welt und auch nicht sonderlich weit. 

Meine Abfahrt war um 10:00 Uhr am Morgen. Bis hier hin war alles gut. Nichts lief irgendwie schief. Die Autobahn hatte ich auch schnell erreicht. Soweit gut. Nachdem ich mich auch etwas an die kleinen Feinheiten der Maschine gewöhnt hatte ging es richtig gut von der Hand. Die Fahrschule oder Ausbildung kann einen auch nicht auf alles vorbereiten.

Die Maschine an sich ist mit nahe zu allen denkbaren Schikanen ausgestattet die man sich fast nur vorstellen kann.

Nach guten zwei Stunden hatte ich dann auch das Hermsdorfer Kreuz erreicht. Von hier aus war schon eine ganz schöne Strecke geschafft. Erfurt war von hier aus nicht mehr weit weg.

Ich kam also bis hier her gut durch denn Verkehr war kaum noch welcher vorhanden. Die meisten Pendler sind schon vor einer Ewigkeit los gefahren. Für mich war das gut denn so lag ich gut im Zeitplan. Und auch vom Kreuz aus lief die Fahrt wie geschmiert. Es gab keine Behinderungen und schnell erreichte ich auch Erfurt. Damit hatte ich, wiederum nicht gerechnet.

Der LKW war geparkt und ich stieg aus. Im Büro der Firma übergab ich die Frachtpapiere die im LKW lagen einer gut aussehenden Sekretärin. Sie nickte es ab und ich lies die Zugmaschine samt Anhänger stehen. Sie ging kurz aus dem Raum und hinein in ein anderes Büro. Kurz nach ihr trat ein eher kleiner Mann heraus und stellte sich vor. Andreas Beugner war der Firmeninhaber und froh das er seine Ladung erhalten hatte. Während ich geparkt hatte hatte er schon mit Adrian gesprochen und gebeten das ich für ihn eine weitere Fracht übernehmen könnte. Ich schaute auf die Uhr. Ich war knappe drei Stunden gefahren und jetzt war es schon 12:32 Uhr.

Adrian sagte ihm dann das es meine Entscheidung wäre. Ich willigte ein und fragte ihn was es für eine Ladung sei und wohin. Er sagte mir das es sich um einen Vorratstank handeln würde der nach Dresden müsse.

Ich rief Adrian an und bat ihn um seine Freigabe für die Fahrt. Natürlich war diese schnell erteilt und er schickte mir alles per App an mein Diensthandy. Ich bestätigte die Fahrt und schon war der Vertrag zwischen Ihm und Beugner geschlossen.

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